NÖ Landessanitätsdirektorin widerspricht Hacker. Die niederösterreichische Landessanitätsdirektorin Irmgard Lechner hat am Montag Aussagen des Wiener Gesundheitsstadtrats Peter Hacker (SPÖ) heftig widersprochen, wonach Hagenbrunn wohl Auslöser für einen aktuellen Cluster an Coronavirus-Infektionen gewesen sei.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 18. Mai 2020 (13:58)
APA/ROBERT JAEGER

Das sei auf Grundlage aller bekannter Fakten "sachlich nicht nachvollziehbar", sagte sie auf APA-Anfrage.

Die Situation sei "von uns akribisch aufgearbeitet worden", betonte Lechner. "Es gab im Postverteilerzentrum Hagenbrunn im Vorfeld keinen einzigen positiv getesteten Corona-Fall. Der Patient Null dieses Clusters war ein Mann, der von seinem Wohnsitz in Wien nach Hagenbrunn pendelte. Die nächsten drei Fälle waren ebenso Personen, die aus Wien ins Postverteilerzentrum Hagenbrunn pendelten - und zwar im gleichen Bus wie der Patient Null", erläuterte die Landessanitätsdirektorin.

"Es wäre daher - vorsichtig formuliert - mindestens ebenso schlüssig davon auszugehen, dass das Virus von diesen Personen aus Wien ins Postverteilerzentrum Hagenbrunn getragen wurde", sagte Lechner zur APA. Generell halte sie jedoch nichts davon, "wenn bei der Eindämmung des Virus mit dem Finger aufeinander gezeigt wird". Für die erfolgreiche Bekämpfung des Virus sei es "wichtig, dass wir alle zusammenarbeiten".