Landesklinikum Korneuburg-Stockerau: Die Ruhe vor dem Sturm?

Das Landesklinikum Korneuburg-Stockerau rüstet sich für die Omikron-Welle.

Erstellt am 12. Januar 2022 | 13:28
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ernstberger
Der ärztliche Direktor Rainer Ernstberger rechnet damit, dass es mit der Omikron-Welle zu einem Anstieg der Hospitalisierungen kommt.
 
Foto: privat

Auf den Covid- und Intensivstationen des Landesklinikums Korneuburg-Stockerau ist es derzeit noch relativ ruhig. In den ersten Jänner-Tagen wurden und werden dort zwischen vier und neun Patienten versorgt. Der ärztliche Direktor Rainer Ernstberger rechnet allerdings damit, dass das nicht so bleibt. Wenn man sich die Zahlen aus anderen Ländern ansehe, sei ist damit zu rechnen, dass sich die Situation in Kürze verändern wird. „Wir können davon ausgehen, dass Omikron zwei- bis dreimal ansteckender als die Delta-Variante ist. Auch wenn die neue Variante durchschnittlich milder verlaufen wird, ist aufgrund der hohen Anzahl von zeitgleich Erkrankten mit einer wesentlichen Zunahme hospitalisierter Patienten zu rechnen“, so Ernstberger.

Herausforderung werde sein, die Spitalsmitarbeiter vor einer Ansteckung zu schützen. "Die Patienten werden von Mitarbeitern betreut, die sich genauso anstecken können, wie alle anderen Menschen auch", führt Ernstberger vor Augen. Deshalb wird seitens der Landesgesundheitsagentur und der Klinikleitung präventives Handeln jedes Einzelnen empfohlen bzw. nochmals darauf hingewiesen. Umfangreiche Hygienekonzepte sorgen für ein Höchstmaß an Sicherheit. Dazu gehört unter anderem auch das Tragen einer FFP2-Maske im Klinikum und auch in der Öffentlichkeit, das Meiden von großen Menschenansammlungen, die Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln und das regelmäßige PCR-Testen.

Besonders in den versorgungskritischen Bereichen wird in Gruppen gearbeitet. Dienstübergaben und Besprechungen werden möglichst kurz bzw. mit geringer Teilnehmerzahl abgehalten, wobei hier tunlichst ein Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten ist und FFP2-Masken zu tragen sind. Wo es möglich ist, wird Videotechnik eingesetzt, erläutert der ärztliche Direktor. 

Dreimal wöchentlich tagt im Landesklinikum Korneuburg-Stockerau der Krisenstab per Videokonferenz. Ernstberger betont: „Durch die engmaschige Abstimmung können Maßnahmen im Landesklinikum sehr rasch und effizient auf die gegebenen Notwendigkeiten angepasst werden.“