Ein Netzwerk als Hilfe in Spillern für Angehörige

Erstellt am 13. August 2022 | 04:09
Lesezeit: 2 Min
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Maria-Luise Jerabek: „Oft kommen die Angehörigen in die Selbsthilfegruppe, wenn es schon fast zu spät ist.“
Foto: Christian Sturm
Angehörige von beeinträchtigten und demenzkranken Menschen finden beieinander Rat – auch über den Verlust hinaus.
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In der Spillerner „Gesunden Gemeinde“ besteht eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von beeinträchtigten und demenzkranken Menschen. Leiterin der Gruppe ist Maria-Luise Jerabek, die diplomierte psychosoziale Beraterin ist.

„Für viele Angehörige von demenzkranken Menschen ist der Schritt in eine Selbsthilfegruppe sehr schwierig“, erklärt Jerabek. Oft sei eine gewisse Hemmschwelle vorhanden, „auch weil die Menschen denken, dass sie es alleine schaffen und keine Hilfe benötigen. Oft kommen die Angehörigen in die Selbsthilfegruppe, wenn es schon fast zu spät ist“, führt sie aus.

Bei einigen an Demenz erkrankten Menschen helfen Ergotherapie, Physiotherapie und Logotherapie, um die Orientierungsfähigkeit und die Sprechfähigkeit zu trainieren. Derzeit besuchen laut Jerabek vier bis fünf Menschen die Selbsthilfegruppe. Wie lange wird diese dann regelmäßig aufgesucht? „Oft über den Tod hinaus, so können wir danach den Angehörigen helfen und sie unterstützen.“ Auch gebe es Angehörige, die in der Gruppe bleiben und so versuchen, ihre Erfahrungen weiterzugeben. Eine klare Regelung ist, dass das, was in der Gruppe besprochen wird, nicht nach außen getragen wird.

Jerabek ist froh, dass sie Menschen auf diese Weise helfen kann. Die Selbsthilfegruppe ist für alle kostenlos, die Gesunde Gemeinde Spillern stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung.

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