Erstellt am 31. Dezember 2013, 23:59

von Christian Simon

Droht Versteigerung?. Streit um Geld / Schädlingsbekämpfer Kapela stellte den Antrag, das Gemeindeamt zwangsversteigern zu lassen. Wimmer bleibt cool.

Schädlingsbekämpfer Klaus Kapela will nicht locker lassen.  |  NOEN, NÖN
Von Christian Simon und Michaela Höberth

NIEDERHOLLABRUNN / Es war im vergangenen Juni, als Schädlingsbekämpfer Klaus Kapela von der Gemeinde engagiert wurde, um gegen das Rattenproblem vorzugehen. Noch im selben Monat stellte er die Rechnung aus. Doch Geld sah er keines. Als die Gemeinde nach knapp drei Monaten noch immer nicht gezahlt hatte, wandte sich der „Rattenfänger“ an einen Anwalt und reichte Klage ein (die NÖN berichtete).

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Da man auf sämtliche Forderungen nicht reagierte, bekam Kapela nun das Pfandrecht am Gemeindeamt und steht somit im Grundbuch des Gebäudes. „Die Sache in Niederhollabrunn hat meinen Ruf geschädigt“, ist Kapela verärgert. Selbst in den umliegenden Bezirken wüsste man über die Vorfälle Bescheid. Obwohl die Bekämpfung der Ratten per Verordnung beschlossen wurde, konnte Kapela seine Arbeit nicht verrichten. Die Gemeinde hätte die Bürger nicht ausreichend informiert, viele wollten den Schädlingsbekämpfer nicht in ihr Haus lassen. „Darunter waren auch einige ÖVP-Funktionäre“, kann Kapela nur den Kopf schütteln.

Zwangsversteigerung des Gemeindeamt beantragt

Doch das Pfandrecht alleine ist Kapela nicht genug. Er will der Sache noch den Hut aufsetzen und beantragte mit seinem Anwalt die Zwangsversteigerung des Gemeindeamts. Ein Schritt, der Bürgermeister Leopold Wimmer jedoch kalt lässt. „Dass er im Grundbuch steht, sagt nicht viel aus. Mit einer Versteigerung wird er nicht durchkommen“, so der Ortschef.

Die Rechnung sei bis heute aus gutem Grund nicht beglichen worden. „Kapela hat uns damals eine falsche Rechnung ausgestellt. Er verrechnete zusätzlich zum Gemeindebetrag auch die Kosten für die Haushalte“, wehrt sich Wimmer. Diese Kosten waren laut Verordnung nämlich von den Haushalten selbst zu tragen.

"Bezahlen nur eine richtige Rechnung"

Zusätzlich soll Kapela seine Arbeit nicht sachgemäß verrichtet haben und hätte auch auf die notwendige Nacharbeit verzichtet. „Die Gemeinde ist gewillt zu zahlen, aber nur eine richtige Rechnung. Eine solche hat Kapela uns jedoch nie zukommen lassen“, so Wimmer.

Die Liste Schachel Parteilos sieht die Sache weniger locker; für sie ist das Fass am Überlaufen: „Das sind keine Zustände. Wir werden uns an den Landeshauptmann wenden“, kündigt Johannes Schachl an.