Rüttel-Lkws rissen Langenzersdorfs Bürger aus Schlaf. Weil OMV keinen genauen Zeitpunkt für den Start der seismologischen Untersuchungen nannte, wurden Bürger überrascht.

Von Bernhard Preineder. Erstellt am 28. Dezember 2018 (05:42)
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Christoph Baumgärtel machte sich selbst ein Bild von den Rüttel-Lkws, die in Langenzersdorf unterwegs waren.

Dass sie kommen würden, war gewiss – nur über das „Wann“ gab es seitens der OMV vorab keine Informationen. Umso größer war für viele Langenzersdorfer der Schreck, als frühmorgens die ersten Rüttel-Lkws die Ortsgrenze passierten und mit seismologischen Untersuchungen in Form von Vibrationen begannen.

Wie berichtet, sucht die OMV in einer Tiefe von bis zu 6.000 Metern nach Erdgasvorkommen. Die dazugehörigen Geophone wurden in den letzten Wochen bereits auf vielen Straßenrändern platziert. „Wir sind erschüttert, dass die Bevölkerung nicht informiert und im Schlaf überrascht wurde. Bei mir laufen die Telefone heiß“, ärgert sich Christoph Baumgärtel.

Der SPÖ-Mandatar machte sich sofort selbst ein Bild von den Fahrzeugen. „Sollten Bürger Schäden an ihren Häusern bemerken und jetzt durch die einseitige und überfallsartige Aktion der OMV den Urzustand ihrer Häuser nicht mehr rechtzeitig dokumentieren können, werden wir die OMV auch öffentlich zur Verantwortung ziehen“, verspricht Baumgärtel, der den Beteuerungen der OMV, dass sämtliche Untersuchungen nach Ö-Norm verlaufen würden und deshalb nichts passieren könne, keinen Glauben schenken will.