Fusion und Ortswechsel bei Maschinenring. Enttäuschung bei Gemeinde: Die Vereinigung verlässt Ernstbrunn.

Von Katharina Sarras. Erstellt am 01. Juni 2019 (05:23)
Bei der Ehrung: Geschäftsführer Thomas Nürnberger, Gerald Poppe, Alfred Hiller, Martin Zimmermann, Gerhard Strof, Ingrid Stacher, Obmann Günter Sulz und Geschäftsführer Markus Göstl (v.l.).
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Nach der Fusionierung der beiden Weinviertler Maschinenringe kam es zur Vollversammlung. Dabei wurde Bilanz gezogen, Ehrungen wurden verliehen sowie über Zukunftspläne verkündet – mit einem Standortwechsel.

Die Fusion und der damit verbundene Standortwechsel des Maschinenrings „Region Weinviertel“ standen auf dem Tagesordnungspunkt ganz oben. Seit Anfang des Jahres handeln die Maschinenringe Mittleres Weinviertel und Weinviertel bereits unter diesem Namen. Nun soll auch ein gemeinsamer Standort kommen, der im Wirtschaftspark Mistelbach-Wilfersdorf entstehen wird. Dass ein größeres Gebäude beziehungsweise Hallen und Unterstellmöglichkeiten für die teuren Geräte benötigt wurden, war an beiden bisherigen Standorten schon länger klar.

Nach über einem Jahr Verhandlungen wurde entschieden: Das Unternehmen verlässt Ernstbrunn, um mit dem zweiten Maschinenring der Region gemeinsam an einem anderen Ort in die Zukunft zu starten. Für VP-Bürgermeister Horst Gangl ist diese Entscheidung nur schwer nachzuvollziehen, wurde während der Verhandlungen doch auch ein größeres Grundstück in der Umgebung angeboten: „Natürlich ist das schade, wenn ein Betrieb die Gemeinde verlässt.“

In den kommenden Monaten sollen am neuen Standort im Wirtschaftspark nun neben einem Bürogebäude mit bisher fehlenden Sozialräumen für die Mitarbeiter zwei Lagerhallen, Schüttboxen, Außenlagerflächen und ein Waschplatz gebaut werden. Außerdem sollen auch Parkplätze geschaffen werden. Die Pläne dafür wurden bereits eingereicht, nun hofft Markus Göstl, Leiter des Maschinenrings Weinviertel, auf einen raschen Beginn der Bauverhandlungen. Obwohl es nach der Entscheidung über den Standortwechsel nicht nur positives Feedback gab, zeigt er sich optimistisch: „Wir haben lange überlegt, aber für die Zukunft ist es die richtige Entscheidung.“ Auch für ihn bringt die Fusionierung Neuerungen mit sich; ab jetzt gibt es zwei Geschäftsführer, worüber sich Göstl erfreut zeigt: „Das ist ganz toll, den Überblick alleine zu behalten, ist manchmal ohnehin schwer.“

Im Rahmen der Versammlung kam es auch zur Ehrung ehemaliger Vorstandsmitglieder: Ingrid Stacher, Gerald Poppe, Gerhard Strof und Alfred Hiller erhielten Urkunden.