Marienkapelle vorerst gesperrt. Wegen der Risse in der Kuppeldecke wurde das Gebäude für Besucher gesperrt.

Von Josef Christelli. Erstellt am 14. August 2020 (03:57)
Risse weist die Kuppeldecke in der Marienkapelle auf.
Christelli

Schon länger werden Risse und Sprünge im Mauerwerk der Pfarrkirche beobachtet. Eine neuerliche Begehung und Besichtigung durch Statiker Peter Spitzer und Adolf Wilfing von der Erzdiözese Wien sowie den stellvertretenden Vorsitzenden des Vermögensverwaltungsrats der Pfarre Ernstbrunn Kurt Sommer haben zur Absperrung der Marienkapelle geführt. Ein Absperrband und ein Plakat „Betreten verboten“ wurden angebracht.

„Es ist zwar keine große Gefahr, aber es bröckelt Stuck ab und die Risse in der Decke werden breiter. Wenn etwas passieren würde, wäre das fatal“, so Pfarrer Stanislaw Kosciolek im NÖN-Gespräch.

Die Ursache für die Risse und Setzungen ist unklar. Möglich wäre der Schwerverkehr auf der Bundesstraße LB40, wo die Lkw die „Hammerschmied-Kurve“ anbremsen und durchfahren, auch die derzeitigen Grabungsarbeiten im Zuge des Hauptplatz-Umbaus kommen infrage.

2018/2019 wurden die Grundmauern der Kirche am Hauptschiff an der Ostseite, ebenfalls zur LB40 hin, unterfangen und gefestigt. Nun sollen die Schadstellen beobachtet werden. Die Marienkapelle wird nicht benutzt, sagt der Pfarrer: „Derzeit ist das wegen Corona sowieso nicht möglich, weil der Abstand nicht eingehalten werden könnte.“