16,2 Mio. für die Volksschulen. Gemeinderat in Stockerau hat eine Obergrenze für die Projektkosten festgelegt. Anders als beim ursprünglichen Plan soll nun auch der Altbestand der beiden Schulen erneuert werden.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 24. Februar 2021 (04:28)
Die Wondrak-Volksschule wird saniert und bekommt einen neuen Turnsaal.
Sturm

Läuft alles nach Plan, dann soll der Baustart für die Erweiterung der beiden Volksschulen im Sommer erfolgen. Die Fertigstellung ist für September 2022 geplant. Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung eine wichtige Entscheidung gefällt, die Kostenobergrenze wurde mit 16,166.400 Euro brutto festgelegt. SPÖ-Vizebürgermeister Othmar Holzer, zuständig für Bauwesen und Stadtentwicklung, sprach von einem „historischen Beschluss, der unseren Kindern zugutekommt.“

Weniger glücklich mit der Summe waren die Grünen, die als einzige Partei gegen den Antrag stimmte. Gemeinderätin Radha Kamath-Petters erinnerte, dass man aus dem ursprünglichen Projekt aufgrund der Kosten – damals rund 11,7 Mio. Euro – ausgestiegen war. „Vor einem Jahr hieß es, dass der Förderrahmen überschritten wurde und ein Jahr später sind wir bei über 16 Millionen Euro?“, wunderte sie sich. Und sie forderte mehr Informationen für die Gemeinderäte, die nicht im Baubeirat vertreten sind.

Schulen sind nicht mehr am Stand der Technik

Die Antwort für die höheren Kosten lieferte ÖVP-Finanzstadtrat Gerhard Dummer. Die 11,7 Mio. Euro seien die reinen Errichtungskosten gewesen, klärte er auf – ohne Einrichtung und ohne Infrastruktur. Den wesentlichen Teil der Mehrkosten macht aber die Sanierung des Altbestandes aus, der ursprünglich nicht vorgesehen war. „Wir wollen nicht nur erweitern, sondern auch den Bestand von Grund auf sanieren“, so Dummer. Es sei einfach notwendig, die beiden Volksschulen – die Volksschule Wondrak und die Volksschule West – an den Stand der Technik anzupassen. „Derzeit gibt es in jeder Klasse genau eine Steckdose“, veranschaulicht er den Status quo.

Auch die Volksschule West wird – anders als ursprünglich geplant – von Grund auf erneuert.
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Eingeflossen in das Projekt sind auch die Wünsche der Direktorinnen nach zusätzlichem Raumbedarf. Und auch die barrierefreie Erschließung und die Erweiterung der Außenanlage lässt man sich etwas kosten. „Wir wollen die Schule für die nächsten 25 Jahre zukunftsfit machen“, argumentierte Dummer die Investitionen, die auch eine höherwertige Ausstattung beinhalten.

Vor der Sanierung erfolgt der Aufbau in Holzbauweise. „Das geht relativ rasch, weil sich die Elemente vorfabrizieren lassen“, erklärt der ÖVP-Stadtrat. Sobald die Schüler ins neue Geschoss ziehen können, beginnt die Sanierung des Altbestandes. Neu errichtet – in Massivbauweise – wird der Turnsaal der Wondrak-Volksschule. Ein halbes Jahr wird der Saal nicht benützbar sein, „in der Zeit wird man andere Lösungen finden müssen“.