EVN-Donautunnel: 450 Meter langes Rohrbündel mit Schlitten verlegt

Erstellt am 23. September 2022 | 13:47
Lesezeit: 2 Min
Das gesamte Rohrbündel hat ein Gewicht von rund 250 Tonnen - und wurde in diesen Tagen in den Tunnel gezogen.
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Die Versorgungssysteme der Stadtgemeinden Klosterneuburg und Korneuburg sollen durch einen Mikrotunnel miteinander verbunden werden. In den 450 Meter langen Tunnel werden unter anderem Leitungen für Trinkwasser, Naturwärme und Internet rund elf Meter unter der Donau verlegt.

In diesen Tagen wurden die einzelnen Rohre für die gesamte Länge zusammengeschweißt, auf Schlitten in Position gebracht und mit Holzelementen fixiert. „Die Schlitten verfügen über Metallräder und konnten somit über ein Schienensystem in die Tunnelröhre gezogen werden“, erläutert EVN-Sprecher Stefan Zach. Das gesamte Rohrbündel hat ein Gewicht von rund 250 Tonnen.

„Tunnel wird versiegelt“

Nach dem Einzug wird der Tunnel nun an beiden Enden abgedichtet und mit Wasser befüllt. „Die Leitungen werden dabei auf mögliche Defekte untersucht. Nach positivem Abschluss der Untersuchung wird der Tunnel mit einer Betonschlemme verfüllt uns somit versiegelt“, sagt Zach. „Die Fertigstellung ist nach wie vor für das Frühjahr 2023 geplant“.

Der rund 450 m lange Tunnel mit einem Innen-Durchmesser von zwei Metern beginnt auf Klosterneuburger Seite am nördlichen Rand der Rollfährensiedlung und endet auf Korneuburger Seite in Tuttendörfl. Der Tunnel wurde im Rohr-Vortriebverfahren mit einem Radius von 1.600 Meter gebohrt, das heißt er verläuft nicht gerade, sondern in „Bananenform“, mit einer Überdeckungshöhe bis zur Donausohle von zirka fünf Metern im Uferbereich und maximal elf Metern in der Donaumitte. Die Investitionskosten betragen rund zehn Millionen Euro.

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