A5: Lkw stand in Vollbrand. Kurz nach Mitternacht wurde die FF Wolkersdorf am Donnerstag alarmiert: Auf der A5 Richtung Wien stans ein Lkw in Vollbrand. Der Sattelzug war aus unbekannter Ursache in den Anpralldämpfer geprallt, der gesamte Lkw-Zug schlitterte dann zirka 20 Meter der Leitschiene entlang.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 04. Februar 2021 (13:17)

Bei Eintreffen an der Einsatzstelle war für die Wolkersdorfer Florianis schnell ersichtlich, dass zusätzliche Kräfte benötigt wurden. Daher wurde auf Alarmstufe B3 erhöht, während mit den ersten Löscharbeiten begonnen wurde. Die enorme Hitzeentwicklung und der dichte Rauch machten den Einsatz von Atemschutzgeräten erforderlich.

Die Feuerwehren Obersdorf, Münichsthal und Großebersdorf unterstützten in weiterer Folge die Brandbekämpfung. Mit den Tanklöschfahrzeugen wurde ein Löschwasser-Pendelverkehr eingerichtet, außerdem wurden Atemschutzgeräteträger zur Ablöse der eingesetzten Mannschaft gestellt. So wurde der Brand unter Kontrolle gebracht.

Die Ladung des Lkw bereitete den Einsatzteams jedoch noch lange Schwierigkeiten, es handelte sich um Verpackungen. Der Brand flammte immer wieder auf. Sämtliche Nachlöscharbeiten wurden unter Atemschutz vorgenommen. Das Atemluft-Fahrzeug aus Gaweinstal wurde im Verlauf des Einsatzes nachalarmiert. Insgesamt wurden 51 Atemluftflaschen gefüllt.

Die komplizierte Bergung des komplett ausgebrannten Sattelzugs übernahm eine Fachfirma. Bis dorthin gab es allerdings noch eine Menge zu tun: Der gesamte Brandschutt musste auseinandergeräumt und abgelöscht werden. Um eine bessere Löschwirkung zu erreichen, wurde dem Löschwasser etwas Schaummittel beigemengt.

Zur Unterstützung wurde die Feuerwehr Poysdorf mit dem Wechselladefahrzeug und einer großen Dichtmulde alarmiert. Mit Greifer und Kran wurde der Brandschutt in die Mulde geladen. Die langwierigen Arbeiten zogen sich bis in die Morgenstunden.

Gemeinsam mit dem Abschleppunternehmen wurden Zugmaschine und Aufleger getrennt, was sich durch die hitzebedingten Verformungen äußerst schwierig gestaltete. Der Aufleger wurde mittels Tieflader, die Zugmaschine durch einen Lkw-Abschlepper geborgen und vom Abschleppunternehmen von der Autobahn verbracht.

Der übrige Brandschutt wurde durch einen Schneepflug der Autobahnmeisterei zusammengeschoben, was die Verladung in die Mulde wesentlich erleichterte.

Der Fahrer des Sattelzugs wurde bei dem Unfall nicht verletzt.

 

Die Feuerwehr Wolkersdorf konnte sich nach beinahe 9 Stunden Einsatz gegen 9 Uhr wieder einsatzbereit zurückmelden.