Keine blaue Hilfe für Leitzersdorfs Bürgermeister. Blaue kündigen an, Wiederwahl von Franz Schöber (BGL) nicht zu unterstützen.

Von Dieter Rathauscher. Erstellt am 18. Januar 2020 (05:10)
Manfred Kreuzmann und Markus Steininger präsentieren den Wahlvorschlag der FPÖ Leitzersdorf für die Gemeinderatswahl.
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Die FPÖ-Gemeinderäte Manfred Kreuzmann und Markus Steininger präsentieren im NÖN-Gespräch ihre Ideen für Leitzersdorf. In zahlreichen Punkten äußert das Duo zudem Kritik an der Amtsführung von Bürgermeister Franz Schöber (Bürgerliste).

„Schöber beschließt immer das, was letztlich ihm oder seinen Freunden nützt. Vorschläge von der Opposition, selbst wenn es dafür gültige Gemeinderatsbeschlüsse gibt, setzt er nicht um“, meint Kreuzmann. Als Beispiel nennt er die Misere um den Sportplatz (die NÖN berichtete). Schöber lässt die Kritik aber nicht auf sich sitzen und erklärt auf NÖN-Nachfrage: „Was im Gemeindevorstand oder Gemeinderat beschlossen wird, muss umgesetzt werden. Vorausgesetzt, es ist finanzierbar und liegt im Interesse der Gemeinde.“ Jeder im Gemeinderat sei angehalten, sich auch außerhalb der Sitzungen einzubringen, etwa über Ausschüsse, so Schöber weiter.

FPÖ will Förderung für private PV-Anlagen

Die FPÖ-Anschuldigungen weist Schöber vehement zurück: „Wenn ich so agiert hätte, wie Kreuzmann behauptet, hätte man mich schon beim Land angezeigt und ich wäre nicht mehr Bürgermeister.“ Die FPÖ kündigt jedenfalls an, Schöber bei der Wahl des Bürgermeisters nicht zu unterstützen: „Mit unserer Hilfe wird es keinen Bürgermeister Schöber geben“, betont Kreuzmann.

Steininger möchte sich speziell um den Energiesektor kümmern. Er stellt die Sinnhaftigkeit neuer Windrädern infrage und fordert eine neuerliche Volksbefragung vor deren Genehmigung, „vor allem, weil die neuen Anlagen wesentlich höher und mächtiger sind als die früher genehmigten“. Stattdessen soll für private Hausbesitzer ein Anreiz geschaffen werden, Photovoltaik-Anlagen zu installieren. Der FPÖ schwebt eine Gemeinde-Förderung vor. Außerdem sei es notwendig, den Kindern aus Wiesen und Kleinwilfersdorf die Möglichkeit zu bieten, in Leitzersdorf anstatt in Spillern in die Schule zu gehen.