Franz Hatzl: „Das ist ein sinnloser Radweg“. Grünen-Mandatar Franz Hatzl übt Kritik am neuen Fahrradweg in der Harmer-Gasse.

Erstellt am 25. August 2017 (05:00)
Hatzl
Der neue Fahrradweg mit Benutzungspflicht ist für Grünen-Gemeinderat Franz Hatzl unnötig.

Franz Hatzl gilt in der Gemeinde als großer Fahrrad-Sachverständiger und genießt hohes Ansehen. Bei Thematiken fernab der motorisierten Fortbewegung sucht man gerne den Rat des Günen-Mandatars. Immer wieder zeigt Hatzl Gefahrenstellen für Radler auf.

Im aktuellen Fall denkt er aber sogar an Rücktritt als stellvertretender Mobilitätsbeauftragter, sollte er nicht das nötige Gehör bekommen. Was der Stein des Anstoßes ist, lässt Hatzl mit Nachdruck wissen: „Der Radweg bei der Gustav-Harmer-Gasse mit Benutzungspflicht ist sinnlos.“

Zu erhöhter Sicherheit für die „Biker“ würde er nicht beitragen, denn die Straßeneinfahrt „Im Hopfengarten“ in die Harmer-Gasse sei durch eine Stopptafel gesichert. Zudem würde sich bei der Einmündung ein Verkehrsspiegel befinden, der dem Autofahrer Einsicht ermöglicht.

Hatzl erklärt die Gefahr: „Der Radfahrer muss auf dem Weg in die Au zweimal die Fahrbahn queren, einmal, um auf den Radweg zu gelangen, und dann, um wieder auf die rechte Fahrbahnseite zu kommen.“ Und das sei an der Stelle, wo die Steigung beginnt und der Radfahrer keine Einsicht in den entgegenkommenden Verkehr hätte, riskant.

"Kann zu Kollisionen kommen"

Weiters sei Konfliktpotenzial vorhanden, da es sich um einen „Geh-/Radweg“ mit Radverkehr in beide Richtungen handle. Auch die Anfahrt aus der Au sei problematisch, da man durch die scharfe Rechtskurve die Stelle nicht gut einsehen kann. „Es kann so zu Kollisionen mit Fußgängern, Radfahrern oder dem ersten Poller kommen“, erläutert der Politiker. Auch die Umsetzung sei mangelhaft, der Radweg entspreche nicht den gesetzlichen Vorgaben, er sei zu schmal.

SP-Ortschef Thomas Speigner sucht den Konsens: „Dass Herr Hatzl andere Ansichten hat, ist legitim. Im Bauausschuss werden wir das thematisieren.“ Im Übrigen hätte er durchwegs positive Rückmeldungen der Radfahrer erhalten. „Zusammen mit meiner Familie nutze ich den Weg selber und bin mit der Lösung sehr zufrieden.“