Gelsen: Brutstätten liegen im eigenen Garten. Der Sommer 2013 ist vielen Stockerauern nur allzu gut in Erinnerung: Damals, nach dem Hochwasser, gab es eine richtiggehende Gelseninvasion, die Gemeinde musste eingreifen. Nach den vielen Regenfällen im heurigen Mai machen sich Facebook-User Sorgen: Sie sprechen von einer anstehenden Gelsenplage und fordern die Stadt auf, tätig zu werden.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 06. Juni 2019 (13:40)
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Wer sich vor Gelsen schützen will, sollte im eigenen Garten anfangen: Regentonnen sind die ideale Brutstätte für die Insekten.

„Man kann Gelsen nicht vorbeugend bekämpfen“, macht der Leiter des Bauhofs, Franz Els, klar. Die Insekten würden sich in temporären Gewässern fortpflanzen, die zumeist in privaten Gärten zu finden sind. Dazu gehören Regentonnen, mit Regenwasser aufgefüllte Blumentopf-Untersetzer oder Gartendekoration, in der Wasser stehen geblieben ist. „Das sind die massivsten Gelsenbrutstätten“, rät Els dazu, diese im eigenen Garten zu beseitigen.

Durch die Auwälder würde das Gelsenaufkommen, außer bei Hochwasser oder extremen Niederschlägen, nicht erhöht. „Dort sickert das Wasser schnell wieder ab, die Gelsenlarven können sich nicht entwickeln. Und in natürlichen Biotopen können sich Gelsen nicht massiv vermehren, da es zu viele Feinde gibt, ebenso wenig in fließenden Gewässern“, weiß Els.