Großrußbach: Erstmals vier Parteien in den Startlöchern. Mit ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grüne treten erstmals vier Parteien bei den Wahlen an. Die ÖVP rund um Ortschef Zimmermann hat für die nächsten fünf Jahre schon fleißig Pläne geschmiedet.

Von Stefanie Schmid. Erstellt am 24. Januar 2020 (03:44)
Das Team rund um ÖVP-Bürgermeister Josef Zimmermann möchte auch die nächsten fünf Jahre zahlreiche Projekte in der Großgemeinde weiterverfolgen und umsetzen. Ein großer Bereich wird die Erhaltung und der Ausbau der technischen Infrastruktur sein.
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Die Wahlen stehen vor der Tür, und die Parteien sind gerüstet: Derzeit hat die ÖVP 16 Mandate, auf die SPÖ entfallen drei, auf die FPÖ zwei. Für die Roten geht die bisherige Gemeinderätin Eveline Bachl als Spitzenkandidatin ins Rennen, für die Blauen Rene Kainz. Die Grünen treten erstmals mit Silvia Bayer als Spitzenkandidatin in Großrußbach an. Die ÖVP setzt weiterhin auf Josef Zimmermann als Listenersten.

Die ÖVP kann bereits konkrete Pläne für die anstehende Legislaturperiode vorlegen: Das Projekt „Wege zueinander“ soll stückweise umgesetzt werden und die Katastralgemeinden miteinander verbinden, damit die Gemeindebürger auch abseits der Straße sicher zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sein können.

Für ein sichereres Fortbewegen innerhalb der Ortschaft wurden bereits abschnittsweise Fußgängerwege errichtet. Der weitere Ausbau steht auf dem Arbeitsplan der ÖVP. Weiters sollen in den nächsten Jahren im Bereich der technischen Infrastruktur notwendige Investitionen in der Abwasserversorgung umgesetzt werden. Im Umgang mit dem Bevölkerungswachstum möchte Großrußbachs ÖVP auf moderates Wachstum setzen: Die Nachfrage nach Grundstücken in der Gemeinde sei dank der Nähe zu Wien groß, aber man wolle „bevölkerungsmäßig nicht explodieren“, so Zimmermann.

Deshalb habe man als eine der ersten Gemeinden bereits vor Jahren eine Bausperre verhängt. „In den letzten zehn Jahren sind wir um zirka 20 Einwohner pro Jahr gewachsen“, weiß Zimmermann. Die notwendige Infrastruktur, wie Kindergarten, Schule und Geschäfte, sei gegeben. Auch die immer dringlicher werdenden Umweltthemen möchte die ÖVP in den nächsten Jahren weiter verfolgen: 200 Baumpflanzungen wurden bereits vorgenommen und auch im Budget 2020 ist dafür wieder Geld vorgesehen. Auf dem Plan steht auch, die Biotope und Bäche in der Gemeinde wieder herzustellen, um zur Renaturierung beizutragen.