SPÖ will ersten Platz. Die SPÖ hat ihre Kandidatenliste fixiert und will gegen die „soziale Kälte“ in der Stadt kämpfen, um zu gewinnen.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 28. November 2014 (06:17)
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NOEN, Symbolbild Bilderbox

Fünf Mandate und den Bürgermeistersessel hat die SPÖ bei der letzten Gemeinderatswahl verloren. Die klare Ansage von Spitzenkandidat Robert Zodl lautet daher für den 25. Jänner 2015: „Wir wollen wieder Platz 1.“

„Wir haben eine gute Mischung“

Letzte Woche haben die Sozialdemokraten ihre 60-köpfige Kandidatenliste fixiert. Im Parteivorstand und in der Fraktion wurde sie einstimmig abgesegnet, bei der Jahreshauptversammlung wurde sie mit über 90 Prozent Zustimmung beschlossen.

„Wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen Gemeinderäten und neuen Gesichtern gefunden. Besonders stolz sind wir auf die Frauenquote von 50 Prozent bis Listenplatz 57“, freut sich Zodl.

Und wer sind die im NÖN-Sommergespräch angekündigten Überraschungskandidaten? „Werner Pulkrabek zum Beispiel. Man kennt den stellvertretenden Pensionistenobmann in Korneuburg sehr gut. Unter seiner Obmannschaft ist der Verein immer gewachsen. Er hat die Zeit, um in der Stadt Präsenz zu zeigen“, so Zodl. Auch Anneliese Berger sei keine Unbekannte in Korneuburg und bei den Pensionisten in Oberrohrbach sehr aktiv.

„Momentan herrscht soziale Kälte“

Nicht mehr im nächsten Gemeinderat dabei sein werden Sandra Rauecker-Grillitsch, die auf Platz 24 kandidiert, Gottfried Berger, der am 31. Listenplatz ins Rennen geht und Kurt Feichtinger auf Platz 29. Auch Hans Pfau kandidiert an aussichtsloser Stelle (25. Platz). „Bei allen sind es berufliche oder familiäre Gründe, warum sie sich zurückziehen“, erklärt Zodl.

Der SPÖ-Chef ist zuversichtlich, die Stadt wieder umfärben zu können. Den Wunsch äußerte auch Landeshauptmann-Stellvertreterin Karin Renner, die zur Jahreshauptversammlung kam: „Ich wünsche mir, dass ich bald sagen kann: Mein Sohn wohnt in einer roten Stadt.“ Aber was macht sie SPÖ besser als die ÖVP? „Wir sind die sozialere Partei“, ist sich Zodl sicher, „momentan herrscht soziale Kälte, ob bei den Mitarbeitern der Gemeinde oder bei den Vereinsförderungen“, führt er aus.

Einerseits streiche man Überstunden der Gemeindebediensteten, andererseits gebe man 500.000 Euro für die Syntegration aus, schüttelt er den Kopf. Die Kandidatensuche sei jedenfalls ein Leichtes gewesen. „Ich war erfreut, dass auch viele junge Leute an mich herangetreten sind.“