Leitzersdorfs Parteien starten ins Finale. Die oppositionellen ÖVP und SPÖ starten ins Wahlkampf-Finish.

Von Dieter Rathauscher. Erstellt am 24. Januar 2020 (04:25)

Die Parteien gehen ins Wahlkampf-Finish. Auch in Leitzersdorf mobilisieren die Kandidaten alle Kräfte, um die Bürger von ihren Inhalten zu überzeugen.

ÖVP-Gemeinderätin Sabine Hopf ist bemüht, das Bild ihrer Fraktion in der Öffentlichkeit weiter zu verbessern. Der Ruf der Politik soll sich grundsätzlich ändern: „Wir sind offen für eine bessere Zusammenarbeit im Gemeinderat. Die bisherige Polarisierung hat viel verhindert. Wir möchten auch wieder ein positives Bild der Gemeinde in den Medien.“

„Wir erhoffen uns ein drittes Mandat, damit wir im Gemeinderat in Zukunft ein größeres Gewicht haben.“Josef Doppler, Kandidat der SPÖ Leitzersdorf

Das Thema Wohnbau hat bei der ÖVP große Bedeutung. Die Verhandlungen für die Siedlungserweiterung sollen rasch zu einem positiven Ende gebracht werden, so Hopf. Zum Thema erneuerbare Energie gibt es auch klare ÖVP-Pläne: „Wir wollen Photovoltaik-Anlagen zunächst auf allen öffentlichen Gebäuden und dann eine Einbindung der privaten Haushalte, durchaus auch mittels Förderung durch die Gemeinde.“

Das Thema Schule schilderte Hopf gemeinsam mit VS-Direktorin Ingrid Sauer ÖVP-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, die Leitzersdorf einen Besuch abstattete. „Dass die Kinder aus Wiesen und Kleinwilfersdorf in Spillern in die Schule gehen, hat heute keine Berechtigung mehr. Die Kinder gehen gemeinsam in den Kindergarten und dann werden sie auseinandergerissen“, meint Hopf.

Doppler-Wunsch: „Harmonische Zusammenarbeit“

Bei der SPÖ war Josef Doppler mehrfach gefordert: Er musste Spitzenkandidat Thomas Celig, der aus gesundheitlichen Gründen im Wahlkampf kürzertreten muss, vertreten. Insgesamt befinden sich elf Personen auf der SPÖ-Kandidatenliste, bis auf Hatzenbach sind alle Katastralgemeinden repräsentiert. „Wir erhoffen uns ein drittes Mandat, damit wir im Gemeinderat künftig ein größeres Gewicht haben. Mein größter Wunsch für die nächste Legislaturperiode ist eine bessere, harmonische Zusammenarbeit aller Fraktionen für die Zukunft der Gemeinde“, hofft Doppler auf eine fraktionsübergreifende Kooperation.

Auch für die SPÖ ist die Schaffung neuen Wohnraums ein Schwerpunkt. Dazu sollten die einzelnen Katastralgemeinden durch die Einsetzung von Ortsvorstehern wieder mehr Einfluss bekommen. Der Ausbau von Photovoltaik-Anlagen sei ebenfalls ein wichtiges Thema. „Zunächst sollten alle Dächer der öffentlichen Gebäude mit Photovoltaik ausgerüstet werden. Dann müsste man überlegen, wie man die Privathaushalte zu diesen Investitionen motivieren kann“, meint Doppler.

Bei der BGL bemüht man sich zu betonen, dass die Bürgerliste nicht nur aus Bürgermeister Franz Schöber besteht. Robert Grund ist ein Rückkehrer. Er war zwischen 2000 und 2011 im Leitzersdorfer Gemeinderat aktiv. Weil ihn sein Unternehmen nach Australien und Großbritannien schickte, musste er seine politische Tätigkeit als Bürgerlisten-Mandatar beenden. Als Grund nun wieder nach Österreich zurückkehrte, bot er Schöber an, wieder für die Bürgerliste ins Rennen zu gehen. Auf der BGL-Kandidatenliste nimmt er die sichere Position drei ein. Grunds Rückkehr kam für Schöber nicht ungelegen, da die Bürgerliste Abgänge zu verzeichnen hatte.

Grund: Polit-Comeback nach neun Jahren

Als Controller ist Grund prädestiniert, sich auch in der Gemeinde um die Finanzen zu kümmern und in den Finanzausschuss gewählt zu werden. Darüber hinaus erklärt er seine Prioritäten so: „Ich möchte das Umfeld verbessern. Es müssen alle am selben Strang für die Interessen der Gemeinde ziehen.“ Wichtig ist für ihn, im Gemeindeamt Barrierefreiheit zu schaffen: „Wir können nicht warten, bis die Feuerwehr umgezogen ist, schon vorher muss man eine Lösung mit Aufzug oder Treppenlift haben.“

Aktueller Mandatsstand: BGL 8, ÖVP 7, SPÖ 2, FPÖ 2