NEOS fordern Neuauszählung in der Stadt Korneuburg. Da am Montag nach der Wahl noch Stimmen gewandert sind, haben die NEOS einen entsprechenden Antrag bei der Landeswahlbehörde eingebracht.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 06. Februar 2020 (12:45)
Wodicka

NEOS-Spitzenkandidatin Sabine Tröger
Archiv /Löwenstein

Die konstituierende Gemeinderatssitzung in der Stadt Korneuburg wird nicht wie geplant am 3. März stattfinden können. Die NEOS fordern eine Neuauszählung der Stimmen durch die Landeswahlbehörde. Offiziell haben sie einen "Antrag auf Nichtigerklärung des Wahlverfahrens ab Abschluss der Wahlhandlung" eingebracht.  Bei der Nachzählung der Stimmen am Montag hätte es Unstimmigkeiten gegeben, begründet NEOS-Spitzenkandidatin Sabine Tröger. "Es gab Stimmenrochaden und es wurde eine zusätzliche Stimme gefunden", führt sie vor Augen. Am Ende hätten den NEOS eine Stimme - die Gemeindewahlbehörde spricht von zwei Stimmen - auf ein zweites Mandat gefehlt.

Bedingtes Verständnis bei Fuchs-Moser

ÖVP-Vizebürgermeisterin Helene Fuchs-Moser
Privat

Die Gemeinde hat noch am Mittwoch alle Wahlunterlagen an die Landeswahlbehörde übermittelt. ÖVP-Vizebürgermeisterin Helene Fuchs-Moser hat nur bedingt Verständnis für die NEOS-Forderung, denn insgesamt sei drei Mal ausgezählt worden. Bei 12.000 bis 13.000 Stimmzettel (inklusive der nicht-amtlichen) können Fehler passieren, die Verschiebungen seien aber marginal gewesen und hätten keine Auswirkungen gehabt. Insgesamt sei es um fünf Stimmen gegangenen. "Freiwillige stellen am Wahlsonntag für die Parteien und die Gemeinde ihre Zeit zur Verfügung und nehmen sich am Montag teilweise Urlaub. Dass denen dann misstraut wird, finde ich nicht ganz fair", sagt sie.

Die Landeswahlbehörde wird am 2. März über den Antrag entscheiden.