Ein Biber sorgt für Aufruhr am Badeteich. Der NÖ Biber-Beauftragte wurde kontaktiert, der Naturschutzbund gibt Entwarnung.

Von Julia Winter. Erstellt am 17. Juni 2021 (05:17)
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Biber wurden am Gelände des Gerasdorfer Badeteichs gesichtet, die Nervosität vieler Badegäste ist groß. Der Naturschutzbund beruhigt aber, die scheuen Nager würden den Menschen nicht zu nahe kommen.
Winter bzw. Shutterstock/Daniel Rose, Winter bzw. Shutterstock/Daniel Rose

Zu großen Fischen, Schildkröten und Zieseln im Gerasdorfer Badeteich gesellt sich seit geraumer Zeit auch ein Biber. Mehrfach wurde dieser von aufmerksamen Badegästen bereits gesichtet. An einer Umsiedelung des Tieres werde derzeit auch schon gearbeitet.

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Auf NÖN-Anfrage erklärt die Stadtgemeinde, dass dafür bereits alles Nötige in die Wege geleitet wurde: „Wir sind in Kontakt mit dem Biber-Beauftragten des Landes NÖ und der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal. Für eine sichere Umsiedelung zum Marchfeldkanal wurde eine Lebendfalle aufgestellt“, lässt die Gemeinde wissen. Bereits vor Wochen wurden diese erforderlichen Maßnahmen gesetzt.

Biber ist scheu und keine Gefahr

Vielen Badegästen des Naturteichs ist das Nagetier nicht ganz geheuer: In den sozialen Netzwerken wie Facebook zeigten sich viele Badeteich-Besucher besorgt und fürchteten, dass ihnen der tierische Badegast gefährlich werden könnte. Mehrfach wurde bereits die Frage gestellt, ob man bis zur erfolgreichen Umsiedelung des Tieres nun auch weiterhin unbeschwert baden gehen könne.

Der Niederösterreichische Naturschutzbund gibt auf NÖN-Anfrage grünes Licht: „Es besteht kein Grund zur Sorge, den Menschen passiert beim Baden sicher nichts. Biber sind sehr scheu; sie werden fliehen, wenn ihnen der Mensch zu nahekommt“, lässt der Naturschutzbund wissen.

Naturschutzbund: Hunde an die Leine

Nicht nur am Gerasdorfer Badeteich, auch in vielen anderen Badegewässern wie in Greifenstein haben sich bereits Biber eingenistet „und sind völlig harmlos“, beruhigt die Organisation in einer Stellungnahme die besorgten Badegäste. Hundebesitzer sollten jedoch vorsichtiger sein: „Die Vierbeiner werden von Bibern oft als Bedrohung angesehen, sollten sie in die Enge getrieben werden.“ Aus diesem Grund ist es ratsam, in Biber-Revieren den Hund an der Leine zu führen und möglichst auch nicht ins Wasser zu lassen.