Entlastungspaket geplant: „Für alle etwas dabei“

Erstellt am 23. September 2022 | 05:36
Lesezeit: 2 Min
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Alexander Vojta
Foto: NOEN, Pfabigan
Die Stadtregierung von Gerasdorf bereitet Entlastungspaket vor. Opposition steht der medialen Aufbereitung kritisch gegenüber.
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Große Ankündigungen von SPÖ und FPÖ: Die Regierungspartnerschaft plant ein Entlastungspaket für die Einwohner. Ab 2023 soll die Kanalbenutzungsgebühr um 5 Prozent reduziert werden, weiters ist eine Verlängerung des Heizkostenzuschusses von 200 Euro pro betroffenem Haushalt geplant. Man will bis zu 300 Euro Zuschuss für Photovol taikanlagen sowie 500 Euro für die Umstellung auf nachhaltige Heizsysteme wie etwa Wärmepumpen ausbezahlen. „Beim Gerasdorfer Entlastungspaket ist für alle etwas dabei“, so Bürgermeister Alexander Vojta.

Beschlossen ist das Vorhaben noch nicht, der Antrag wird in der nächsten Gemeinderatssitzung gestellt. Bei den Oppositionsparteien stößt die groß aufbereitete Ankündigung jedoch auf Verwunderung. Grünen-Stadtrat Paul Vogler zeigt sich verärgert über die Veröffentlichung: „Es ist absolut nicht zulässig, dieses Vorhaben bereits jetzt an die Öffentlichkeit zu bringen. Es wurde zuvor in keinem öffentlichen Gremium besprochen.“

Die Grünen stehen der Verlängerung des Heizkostenzuschusses und der Förderung nachhaltiger Energiegewinnung positiv gegenüber, die Senkung der Kanalgebühren wird jedoch mit Misstrauen betrachtet: „Die neue Kläranlage ist noch nicht im Vollbetrieb, dementsprechend weiß noch kein Mensch, wie viel Geld hier eingespart wird, um dafür die Kanalgebühren senken zu können“, sagt Vogler.

ÖVP-Stadtrat Kaldun Hana erkennt ähnliche Probleme bei der Kanalabgabe: „Hier erwarten wir uns genaue Zahlen von SPÖ und FPÖ.“ Grundsätzlich unterstütze die ÖVP die geplanten Entlastungen, doch Hana kritisiert die mediale Selbstdarstellung. „Den Heizkostenzuschuss haben wir dieses Jahr bereits von 100 auf 200 Euro mittels Zusatzantrag beschließen lassen. Hier medial etwas zu inszenieren, ist ein reiner Vorgriff auf das, was wir ohnehin im kommenden Jahr gefordert hätten“, so Hana.

Die NEOS wollten sich nicht äußern, denn noch sei nichts beschlossen, so Gemeinderat Benjamin Scepka. Man warte die kommende Gemeinderatssitzung ab.

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