Gemeinsam gegen den Blutkrebs. Am 14. und 15. August findet eine Typisierungsaktion in Oberlisse statt. Gerasdorferin Conny, dreifache Mutter, erkrankte vor zwei Jahren an Leukämie.

Von Julia Winter. Erstellt am 05. August 2021 (05:21)
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SPÖ-Stadtrat Michael Kramer hofft mit Annette und Filiz Tremmel auf viele Personen, die im am 14. oder 15. August in das Volksbildungshaus Oberlisse kommen und bei der Typisierungsaktion mitmachen.
privat

Es ist ein harter Schicksalsschlag: Jährlich erkranken rund 1.000 Menschen in Österreich an Leukämie. Auch Conny, eine lebensfrohe Gerasdorferin, leidenschaftliche Boogie-Tänzerin und dreifache Mutter, erhielt vor zwei Jahren die Hiobsbotschaft, daran erkrankt zu sein.

Trotz der Einschränkungen, die sich durch die heimtückische Krankheit ergeben, ist Aufgeben keine Option für sie: Ihr größter Wunsch ist es, ihren Enkelsohn aufwachsen sehen zu können. Damit diese Krankheit jedoch behandelt werden kann, benötigt Conny einen passenden Stammzellenspender. Zwei ihrer Freundinnen, Annette und Filiz Tremmel, wandten sich aus diesem Grund an den SPÖ-Stadtrat und Bürgermeister-Stellvertreter Michael Kramer. Dieser war von der Aktion begeistert: „Als ich davon erfuhr, war mir von der ersten Sekunde an klar, dass ich helfen werde, wo ich kann.“

Gemeinsam wurden schließlich geeignete Räumlichkeiten für eine Typisierungsak tion von möglichen Stammzellenspendern gefunden. In Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Verein „Geben für Leben“ wurde diese Aktion organisiert und unter anderem im sozialen Netzwerk groß angekündigt: „Damit konnten wir bereits über 35.000 Leute erreichen“, freut sich der Stadtrat über die Dimension.

Speichelprobe wird in Datenbank gespeichert

Am 14. und 15. August findet die Typisierungsaktion von 9 bis 15 Uhr im Volksbildungshaus Gerasdorf Oberlisse, Stammersdorfer Straße 354, statt. Jeder, der zwischen 17 und 45 Jahre alt ist, gesund ist und mindestens 50 Kilo wiegt, kann eine Speichelprobe abgeben. Davon wird schließlich die DNA in einer weltweiten Datenbank gespeichert. Stimmt diese mit der eines leukämieerkrankten Menschen überein, kommt man als Stammzellspender in Frage.

„Auch wenn wir Conny nicht unmittelbar helfen können, so kann durch diese Aktion vielleicht das eine oder andere Leben eines anderen Erkrankten gerettet werden“, erzählt Kramer, der sich im Zuge dieser Aktion auch registrieren lassen wird.