Stiegen bei Badeteich erhitzen Gemüter. Die Steintreppen am Badeteich dürfen schon länger nicht verwendet werden. Im Juli wurden drei Holzstiegen eröffnet, zum Ärger der Bevölkerung bleiben diese aber auch gesperrt.

Von Alexandra Frantz. Erstellt am 13. September 2017 (05:22)
„Drei von insgesamt sechs Stiegen sind wieder benutzbar.“ So wurde es im Juli von der Stadt kommuniziert. Bei einem Lokalaugenschein im September kam dann aber die Ernüchterung: Die neuen Treppen sind gesperrt.
NOEN, privat

Für „Die Unabhängigen“-Mandatar Franz Toifelhardt gleicht die Vorgehensweise der Stadtgemeinde einem „Schildbürgerstreich“, wie er es nennt.

Konkret geht es um die neuen Holztreppen am Badeteich. Im Juli dieses Jahres wurden sie von SP-Stadtrat Michael Kramer, SP-Stadtrat Robert Bachinger und FP-Stadtrat Dietmar Ruf eröffnet. Was jedoch fehlte, war eine Genehmigung zur Benutzung von der Behörde. „2017 waren und sind am Badeteich alle Steintreppen gesperrt, zusätzlich waren die Badegäste drei Monate gezwungen, neben der neuen Holztreppe über die Böschung einen Weg ins Wasser zu finden“, bringt es Toifelhardt auf den Punkt.

„Zu den neuen Stiegen gab es eine Begehung. Wir sind noch nicht über die Fertigstellung informiert worden.“ Waltraud Müllner-Toifl, Bezirkshauptmann

Das bestätigt auch Bezirkshauptmann Waltraud Müllner-Toifl gegenüber der NÖN. „Die Steintreppen sind seit einiger Zeit von der BH Wien-Umgebung zum Schutz der Besucher gesperrt. Zu den neuen Stiegen aus Lärchenholz gab es im Juni eine Begehung, wir haben seitens der Stadtgemeinde aber noch keine Meldung erhalten, dass sie fertiggestellt wurden“, so Müllner-Toifl.

Unterdessen erklären SP-Bürgermeister Alexander Vojta und SP-Stadtrat Michael Kramer unisono: „Wir haben in der Zwischenzeit um einen Besichtigungstermin angesucht.“ Zu den Vorwürfen, dass es sich hier um einen Schildbürgerstreich handle, sagt der Bürgermeister: „Die Mitarbeiter des Außendienstes haben die Stiegen selbst gefertigt, um Geld zu sparen. Ich frage mich, wo hier das Problem ist.Es wurde kein Geld hi-nausgeschmissen, sondern gespart“, ärgert er sich. Nun arbeite man aber gemeinsam mit der Verwaltung intensiv daran, die Stiegen möglichst bald freigeben zu können. „Die Badesaison ist jetzt vorbei, bis zum nächsten Jahr wird es bestimmt abgenommen sein“, so Vojta.