Wohnung ausgeräuchert: Katzenrettung in letzter Minute. Elisabeth Kern konnte kurz vor der Ausräucherung eine Katze aus einer Messie-Wohnung in Stockerau befreien. Das Tier hatte sich hinter der Badewanne versteckt.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 03. Juli 2019 (04:33)
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Die Katze erholt sich beim Wiener Tierschutzverein.

Mitte Juni wurde der Fall bekannt: Eine Frau aus Stockerau ließ ihre völlig verwüstete Mietwohnung sowie die darin lebenden Tiere einfach zurück ( wir hatten berichtet, siehe hier ). Die Gerasdorfer Tierschützerin Elisabeth Kern war damals sofort zur Stelle: Nachbarn hatten die Polizei gerufen, weil aus der Wohnung beißender Geruch drang.

„Es wäre ein schrecklicher Tod für sie gewesen“

Hinter der Haustür wurde die bereits verweste Leiche eines Hundes gefunden. Gerettet werden konnte zunächst nur ein verwahrloster Kater, der mittlerweile eingeschläfert werden musste. „Die Nachbarn hatten auch von einer zweiten Katze erzählt, diese war aber nicht auffindbar“, erzählt Kern, die das Tier mittels einer Katzenfalle einfangen wollte.

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Mit einem Hammer befreite Kern das Tier aus seinem Versteck.

Obwohl von der Katze jede Spur fehlte, ließ Kern der Gedanke nicht los, dass sie sich trotz Räumungstrupp noch in der Wohnung befand. „Der neuen Amtstierärztin Eva Pieler ist es zu verdanken, dass wir nochmals in die Wohnung durften, kurz bevor ausgeräuchert wurde“, schildert Kern.

Und der Verdacht der Tierschützerin bestätigte sich: Die Katze hatte sich tagelang im Verbau der Badewanne versteckt, war aber in einem erstaunlich guten Zustand. Mit einem Hammer gingen Kern und eine Freundin zu Werke, um das verstörte Tier zu befreien.

„Ich bin so froh, dass wir die Katze noch gefunden haben. Es wäre ein schrecklicher Tod für sie gewesen“, ist Kern erleichtert. Das Tier ist nun in der Obhut des Wiener Tierschutzvereins und hat sich etwas erholt: „Sie ist eine Liebe!“, hofft Kern, dass die Katze einen guten Platz findet.