Mann folgte 14-Jähriger - Eltern warnen

Ein Mädchen aus Gerasdorf fühlte sich schon in den Öffis von einem Unbekannten beobachtet.

Veronika Löwenstein
Veronika Löwenstein Erstellt am 22. September 2021 | 05:45
Polizei
Foto: Symbolbild

Es war ein unheimlicher Vorfall, der einer 14-jährigen Gerasdorferin einen gehörigen Schrecken einjagte: Ein unbekannter Mann verfolgte das Mädchen am vergangenen Samstag bis vor die Haustüre. Die Eltern machten den Fall publik, um vor dem 40- bis 50-jährigen Mann zu warnen. Auch die Polizei haben sie über den Vorfall informiert.

Die 14-Jährige war am Samstagabend in Wien bei Bekannten zu Besuch und machte sich kurz vor 20 Uhr auf den Heimweg. Schon in der U1 fühlte sie sich von einem Mann in gelber Regenjacke beobachtet. „Sie hat gemerkt, dass sie angestarrt wird“, schildert der Vater. Als das Mädchen in Leopoldau ausstieg und die Buslinie 510 nach Gerasdorf nahm, tat es ihr der unbekannte Mann gleich. „Sie hat erst im Bus bemerkt, dass er auch umgestiegen war. Er saß schräg hinter ihr“, erzählt der Vater im NÖN-Gespräch.

Hatte seine Hand im Schritt

Seiner Tochter sind vor allem noch die dunklen Augen des Mannes in Erinnerung, mit denen er sie von hinten fixiert habe. Aus dem Augenwinkel heraus vernahm das Mädchen dann, dass der Mann ganz offensichtlich sexuelle Handlungen an sich vornahm. „Sie kann es nicht genau sagen, aber er hatte seine Hand im Schritt“, gibt der Vater die Schilderungen seiner Tochter wieder.

Dass der Unbekannte nicht zufällig den gleichen Weg hatte, zeigte sich bei einer Begebenheit, als die 14-Jährige aussteigen wollte: Eine Haltestelle zu früh sprang das Mädchen auf, weil sie irrtümlich dachte, sie sei schon am Ziel. Kurz vor dem Ausstieg bemerkte sie den Irrtum. Da war auch der Mann aufgestanden und bereitete sich auf den Ausstieg vor. Als sie es sich anders überlegte, blieb auch der Unbekannte mit der auffälligen gelben Regenjacke im Bus.

An der richtigen Haltestelle, die nur wenig entfernt vom Wohnhaus der Familie des Mädchens liegt, folgte der Mann dem Mädchen und sprach sie schließlich an. „Weil sie aber Kopfhörer im Ohr hatte und Musik hörte, verstand sie nicht genau, was er zu ihr sagte“, berichtet der Vater. Weil seiner Tochter aber zusehends mulmiger wurde, beschleunigte sie ihre Schritte und lief schließlich nach Hause – immer noch verfolgt von dem Unbekannten.

Als sie sich daheim von dem ersten Schrecken erholt hatte, erzählte sie ihren Eltern von der unheimlichen Begegnung. Der Vater schnappte sich die Taschenlampe und suchte in der Umgebung des Hauses nach dem Mann, doch vergebens.

Das Mädchen schätzt den Mann auf 40 bis 50 Jahre. Er dürfte 175 bis 180 Zentimeter groß sein und soll auffällig dunkle Augen und dunkle Haare haben.