Neue Angebote für Korneuburger Parkgarage. Stadt will öffentliche Stellflächen attraktivieren – mit speziellen Tickets und der Möglichkeit des Linksabbiegens.

Von Bernhard Preineder und Veronika Löwenstein. Erstellt am 30. Dezember 2020 (05:24)
Obwohl direkt im Zentrum, wird die Parkgarage wenig angenommen. Das soll sich jetzt ändern.
Preineder

Nach wie vor ein Problem ist die mangelnde Auslastung der Parkgarage im Zen trum, gleich beim Hauptplatz. Diese liegt mit durchschnittlich 15 bis 20 Fahrzeugen bei insgesamt 50 Stellplätzen weit hinter den Erwartungen.

Für Wolfgang Schenk vom Bauamt ist die fehlende Akzeptanz nicht nachvollziehbar: „Da fahren die Leute lieber drei- oder viermal um den Hauptplatz, anstatt die Parkgarage zu benutzen. Und das, obwohl diese in Zentrum liegt und keine langen Fußwege notwendig sind.“ Er weiß, dass es üblicherweise zwei bis drei Jahre dauert, bis eine Tiefgarage von der Bevölkerung angenommen wird, erkennt aber auch den Handlungsbedarf der Gemeinde: „Wir müssen positiv motivieren und auch die Beschilderung verbessern.“ Ein Problem sieht er zudem darin, dass es derzeit nur möglich ist, die Garage in Richtung Hauptplatz zu verlassen, da die Fahrt in Richtung Wien untersagt ist.

Parkgarage: Abfahrt auch Richtung Wien?

„Wir werden bei der Bezirkshauptmannschaft eine Änderung beantragen“, verspricht er. Und noch etwas gibt er denAutofahrern mit auf dem Weg: „In der Parkgarage kann man nie Strafe zahlen, da punktgenau abgerechnet wird.“

Das Thema Parkgarage war auch bei der letzten Gemeinderatssitzung ein Thema. Um die Auslastung der öffentlichen Stellplätze zu steigern, beschloss der Gemeinderat, die Monatskarten um 100 Euro und die Jahreskarten um 1.100 Euro anzubieten. Die NEOS forderten eine Beschilderung schon bei der Autobahnabfahrt und auf dem Hauptplatz. Ein weiterer Vorschlag der NEOS: Geschäftstreibende sollten für ihre Kunden Parkmünzen für ein halbstündiges Gratisparken in der Garage zur Verfügung stellen.

Die SPÖ brachte indes den Vorschlag ein, den Besitzern von Parkkarten in der Parkzone A und B (das sind der Hauptplatz und das Gebiet bis zum Ring) einen Garagenplatz um 550 Euro pro Jahr anzubieten, also nicht viel mehr als die derzeitige Karte um 360 Euro. Insgesamt gibt es neun Parkkartenbesitzer in der Kategorie A (Hauptplatz) und 54 in der Kategorie B (Gebiet innerhalb des Rings). 22 Parkplätze will die SPÖ zu dem Angebotspreis zur Verfügung stellen.

ÖVP-Bürgermeister Christian Gepp stand den Vorschlägen im Gemeinderat offen gegenüber. Die Ideen von NEOS und SPÖ sollen in einer Arbeitsgruppe behandelt werden, versprach er.

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