ÖVP Spillern empört über "Wahlkampf-Foul". Zwei Tage vor der Gemeinderatswahl sorgte ein SPÖ-Flugblatt für helle Empörung bei der ÖVP.

Von Bernhard U. Wieser. Erstellt am 24. Januar 2020 (15:52)
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Vor dem Beginn des Wahlkampfes einigten sich alle Parteien, die in Spillern zur Gemeinderatswahl antreten, auf ein Fairness-Abkommen. Man versicherte mit einer Unterschrift, persönliche Diffamierungen zu unterlassen, viel mehr sollte es um einen Wettstreit der Ideen für Spillern gehen (die NÖN berichtete).

Allerdings sorgen Flugzettel der SPÖ, die am Freitag an alle Haushalte verteilt wurden, jetzt für Aufregung. Darin kritisiert die Bürgermeisterpartei die ÖVP frontal. Unter anderem listet die SPÖ die Anwesenheit der ÖVP-Mandatare bei den Gemeinderatssitzungen auf und weist auf die geringe Anzahl  der von der ÖVP geführten Sicherheitsausschüsse hin.
Für ÖVP-Bezirksgeschäftsführer Simon Schmidt ist es ein "Foul in der 91. Minute" und man werde der SPÖ "die Rote Karte zeigen."

Auch Spillerns ÖVP-Kandidat Mauritz Großinger ist erbost:  "Das Fairness-Abkommen ist das Papier nicht wert, worauf es gedruckt wurde." Man habe zwar die SPÖ auch kritisiert, gibt er zu, doch "nie auf diese Art und Weise." Der Zugang der ÖVP sei es, "positive Botschaften" zu verbreiten.

SPÖ-Bürgermeister Thomas Speigner kann die Aufregung nicht nachvollziehen, das Flugblatt würde lediglich Fakten widergeben: "Es ist alles wahr, was geschrieben ist. Es wird auch niemand persönlich angegriffen." Für Speigner hätte die ÖVP bereits viel früher das Fairness-Abkommen beendet, als etwa auf der ÖVP-Facebook-Seite die Querung auf der Stockerauer Straße kritisiert wurde, obwohl  diese von der ÖVP initiiert wurde und die ÖVP-Gemeinderäte in der Gemeinderatssitzung dafür stimmten (die NÖN berichtete). "Ich wurde da ja auch persönlich angegriffen, aber mir ist es viel lieber, wenn alle Parteien ihre Themen für Spillern transportieren und es nicht persönlich wird", so Speigner.