Kleine Feier zum großen Bauernmarkt-Jubiläum. Das 25-jährige Bestehen des Bauernmarktes in Großrußbach und der 80. Geburtstag von Initiator Johann Mantler wurden gefeiert.

Von Josef Christelli. Erstellt am 21. Oktober 2020 (04:36)

Bereits 25 Jahre gibt es den Bauernmarkt in der Trift. Schon im Frühjahr 2020 sollte dieses Jubiläum gefeiert werden, Corona verhinderte das aber.

Der Bauernmarkt in der Kellertrift wurde in den 1990er-Jahren vom damaligen ÖVP-Bürgermeister Johann Mantler initiiert und bis zur Vollendung vorangetrieben. In kleinen Holzhütten und aus den Kellern heraus wurde begonnen, jeden Samstag von 9 bis 12 Uhr verkauften die regionalen Landwirte dort ihre Erzeugnisse. Beim legendären Wagerl-Weinstandl wurde noch lange nach dem Ende der Verkaufszeit gefeiert, dabei entstanden viele Ideen. Oft war auch Mantler dabei und mit der Zeit bildete sich eine Weinrunde rund um ihn und einige Stammgäste.

Mit Flohmärkten, den ÖVP-Punschständen, dem schon legendären Eierspeisessen (das heuer auch ausgefallen ist) und sonstigen Events errang der Bauernmarkt Großrußbach einen enormen Kundenstamm sowohl im Bezirk Korneuburg als auch im benachbarten Mistelbach und bis nach Wien. In den Anfangsjahren wurden viele Keller renoviert, die heute noch von den Besitzern für größere Events geöffnet werden. Auch eine WC-Anlage entstand in der Trift. Die FF Großrußbach und die SPÖ hielten ihre Kellerfeste ab.

Großer Umbau

2014/2015 erfolgte der große Umbau des beliebten bäuerlichen Verkaufszentrums. Die teils wackeligen Hütten wurden auf Fundamente gestellt, am Eingang die Mauer neu gebaut und die Trift umgestaltet. Der Dorferneuerungsverein, die Gemeinde und die Bauern selbst haben damals gewerkt, um am 3. Oktober 2015 die große Wiedereröffnung feiern zu können. Damals wurden vom Dorferneuerungsverein und den Landwirten 850 freiwillige Arbeitsstunden geleistet, auch die Gemeinde investierte rund 80.000 Euro in die Erneuerung.

In diesem Jahr sollten mit einigen Aktivitäten die 25 erfolgreichen Jahre gefeiert werden, aber Corona verhinderte diese bereits geschmiedeten Pläne. Die Feier sollte im Herbst mit Musik und großer Gratulation an den Initiator Mantler
zu dessen 80. Geburtstag stattfinden; die Pandemie und das angesagte Schlechtwetter ließen das große Fest zu einem kleinen Oktoberfest mit Weißwurst und Bier werden.

Trotzdem war am Samstagvormittag der Bauernmarkt gut besucht, die Standler freuten sich über viel Geschäft. Jubilar Mantler sagte am Vortag sein Kommen noch ab, er erschien dann aber doch und erhielt einen Geschenkkorb.