Der „verbindende“ Friedhof wächst. Aufgrund von Platzmangel wird der Friedhof um die Kirche St. Veit erweitert.

Von Manfred Mikysek. Erstellt am 07. April 2019 (03:48)
Michael Stehlik
Das Luftbild zeigt den Stand der Arbeiten zur Fiedhofserweiterung am vergangenen Sonntag.

Im Pfarrhof Klein-Engersdorf informierten Pfarrer Pater Sebastian Hacker und Wilhelm Bzoch über das innovative Projekt Friedhofserweiterung um die Kirche St. Veit. Nur noch fünf Gräber sind auf dem bestehenden Pfarrfriedhof um die 900 Jahre alte Kirche am Hang des Bisambergs frei. So entschloss sich die Pfarre mit Unterstützung des Schottenstifts und der Gemeinde Hagenbrunn zu einer Erweiterung.

Seit fast 500 Jahren ist das Schottenstift in Wien für die Seelsorge in der Pfarre Klein-Engersdorf und den historischen Friedhof verantwortlich. Kirche und Friedhof verbinden die Gemeinden Bisamberg und Hagenbrunn, weil sie die Gemeindegrenzen umschließen.

Das Konzept der Friedhofserweiterung sieht eine Gartenanlage mit drei Arten von Gräbern, in denen Särge und Urnen bestattet werden können, vor. Auf der Wiese werden die Namenstafeln für die Verstorbenen auf einer gemeinsamen Gedächtnisstätte angebracht. Später wird dort eine Kapelle errichtet.

Hagenbrunns Ortchef Michael Oberschil und Bisambergs Vizebürgermeister Willibald Latzel (beide ÖVP) begrüßten das Projekt und sicherten ihre Unterstützung zu. Der Wiesenfriedhof ist für alle unabhängig vom Wohnort zugänglich. Auf den anderen Friedhofsteilen können nur Bewohner des Pfarrgebiets ein Nutzungsrecht erwerben. Symbolisch ist die Bezeichnung der Friedhofsteile St. Veit, St. Anna und St. Laurentius: Es sind die Patrone der Orte Klein-Engersdorf, Hagenbrunn und Flandorf.