Windpark: Initiative im Entstehen. Wien Energie plant, die Anzahl der Windräder auf Hagenbrunner Gemeindegebiet von vier auf acht zu verdoppeln. Bürger wollen nun Unterschriften gegen das Projekt sammeln.

Von Christian Simon. Erstellt am 01. Oktober 2014 (07:04)
NOEN, Christian Ammering

Die Pläne der Wien Energie, den Windpark in Hagenbrunn zu erweitern, stießen bei den Bürgern auf großen Unmut. Vor allem bei der Informationsveranstaltung in Königsbrunn wurde bei der anschließenden Diskussion stark gegen das Projekt argumentiert.

„Werden Unterschriften gegen das Vorhaben sammeln“

Sogar eine Bürgerinitiative gegen die Errichtung der Windräder wir zur Zeit auf die Beine gestellt. „Es werden gerade Flugblätter und eine Webpage erstellt. Auch eine Unterschriftenliste wird es geben“, so Verantwortliche der noch nicht gegründeten Initiative.

„Es gibt intern noch ein paar Dinge zu klären. Deshalb möchten wir auch vorerst nicht öffentlich mit unseren Namen erscheinen. Aber wir werden schon bald beginnen, Unterschriften gegen das Vorhaben zu sammeln“, heißt es weiter.

Dabei stellt sich die Initiative jedoch nicht gegen Windkraft im Allgemeinen, noch ist sie politisch motiviert. Sie steht dezidiert gegen das aktuell geplante Projekt. Die Abstände zu den umliegenden Wohngebieten wären mit 1,2 Kilometern einfach zu gering. „Es ist wissenschaftlich belegt, dass der Infraschall der Windräder für Menschen ein gesundheitliches Risiko darstellt, auch wenn er nicht hörbar ist“, erklären die Initiatoren.

Bürgermeister garantiert Entscheidung vor Wahl

Die Vertreter der Bürgerbewegung spüren bereits reges Interesse aus der Bevölkerung und sind sich sicher, den Großteil der Bürger auf ihrer Seite zu haben. „Wir sehen, dass die meisten gegen eine Erweiterung des Windparks sind und fordern deshalb von den betroffenen Gemeinderäten eine Entscheidung noch vor den Gemeinderatswahlen im Jänner“, lautet die Forderung der Vereinigung.

„Es wird garantiert noch eine Entscheidung vor der Wahl geben, wahrscheinlich sogar noch dieses Jahr“, versichert Enzersfelds Bürgermeister Josef Schiel. Auch wenn die Windräder auf Hagenbrunner Boden stehen, so ist durch den geringen Abstand nämlich auch Enzersfeld betroffen. „Wenn die Stimmung so bleibt, wie sie im Moment ist, wird das Projekt ziemlich sicher abgelehnt werden. Was die Bürger wollen, hat natürlich Priorität, vielleicht wird es eine Bürgerbefragung geben“, so Schiel.