Großbäckerei vor Ausbau. Rund sieben Millionen Euro nimmt das Unternehmen Kuchen-Peter in die Hand. Die Anlagentechnik steht dabei im Fokus.

Erstellt am 18. August 2017 (05:00)
Frantz
Der Standort im Hagenbrunner Industriegebiet.

Wie der niederösterreichische Wirtschaftspressedienst berichtete, wird die Firma Kuchen-Peter ihren Produktionsstandort an der Brünner Straße im Hagenbrunner Industriegebiet weiter ausbauen.

Dabei fließt ein Gutteil der Investitionen in die Anlagentechnik. „Wir haben eine neue Brotanlage selbst entwickelt, die mit 108 Steinplatten, moderner Klimatisierung und einer speziellen Vernebelung ausgestattet ist“, gibt Edwin Tomanek, Vertriebs- und Marketingleiter bei Kuchen-Peter, in einem Interview mit dem Handels-Fachmagazin „Regal“ bekannt.

„Die von uns entwickelte Brotanlage verfügt über Steinplatten, Klimatisierung und Vernebelung.“Edwin Tomanek, Vertriebs- und Marketingleiter

Die innovative Brotanlage soll den Backwaren des Hagenbrunner Unternehmens eine geschmacklich einzigartige Kruste verleihen, denn Kuchen-Peter ist längst mehr als Österreichs größter Krapfen-Bäcker, der jedes Jahr 35 Millionen Stück der mit Marillenmarmelade gefüllten süßen Köstlichkeiten produziert.

Auch die heimischen Klassiker „Kaisersemmel“, „Salzstangerl“, „Kornspitz“ oder „Wachauer“ sowie Misch-, Krusten-, Kürbiskern- und Sonnenblumenbrot stammen aus der Großbäckerei im Hagenbrunner Industriegebiet. „Wir haben insgesamt 250 Artikel im Portfolio“, informiert der Marketingleiter.

Krapfen-Know-How gefragt

Vertrieben werden die Kuchen-Peter-Backwaren über den Lebensmitteleinzelhandel sowie durch Cash&Carry-Märkten. 2016 hat das Traditionsunternehmen, das seit 1977 in Hagenbrunn angesiedelt ist, einen Umsatz von satten 45 Millionen Euro erwirtschaftet. Das bedeutet einen Anstieg um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Exportanteil liegt derzeit bei fünf Prozent – Tendenz steigend. Dabei ist das Krapfen-Know-how von Kuchen-Peter auch in Deutschland, in der Schweiz und in Ungarn zunehmend gefragt.