Jugendshuttlebus ist ein Erfolgsprojekt. Nach 15 Jahren wechselt das Busunternehmen. Das verstärkte Team bietet künftig auch eine verbesserte Website.

Von Robert Simperler. Erstellt am 06. April 2019 (03:57)
Simperler
Alle für den Jugendshuttlebus: Busfahrer Jonny Rippka mit den Bürgermeistern Karl Lehner, Horst Gangl, Norbert Hendler und Thomas Seifert, in ihrer Mitte Projektleiter Günther Hirsch, dahinter Christina Hofer, Thomas Hochmeister, Samira Hujkanovic, Manuel Kurzmann, Florian Koller, Michael Ruzicka, Lukas Steiner, Felix Ivan und Niklas Burger.

2003 entstand aus der Idee einiger Jugendlicher, eine Veranstaltung gemeinsam per Bus zu besuchen, ein neues System: Der Jugendshuttlebus war ins Leben gerufen. 2004 wurde in Verhandlungen mit dem Land NÖ, den Gemeinden und den Busunternehmungen ein Plan geschmiedet, jugendliche Personen aus den Ortschaften sicher zu Veranstaltungen und auch wieder nach Hause zu bringen.

„Seit 15 Jahren geschieht dies auf sechs verschiedenen Linien im Bezirk. Insgesamt 19 Gemeinden und 40 Ortschaften sind angeschlossen“, freut sich Günther Hirsch, der seit 2017 Projektleiter ist. Nur Gerasdorf nimmt nicht teil, obwohl es einen Probebetrieb gab.

„Mit geringen Beiträgen können wir unsere Jugendlichen sicher ans Ziel von regionalen Veranstaltungen bringen lassen.“ Horst Gangl, Ernstbrunn

Nun gibt es Neuerungen bei dem bewährten System: Alexander Raicher wurde ins Boot geholt, um die veraltete Website des Jugendshuttlebusses zu überarbeiten, das GPS-System zu aktualisieren und auch den Fahrplan neu zu gestalten. Statt dem Busunternehmen Mitterbauer ist ab sofort der Anbieter ZuklinBus für die Transporte der Jugendlichen zuständig.

„Im Vorjahr wurden dabei 6.091 Tickets zu je drei Euro für Hin- und Rückfahrt bei 90 gebuchten Fahrten abgesetzt“, zieht Hirsch Bilanz. Dies entspricht im Durchschnitt 68 Fahrgästen pro Linie und Veranstaltung. Organisation, Ablauf, Veranstaltungsauswahl, die Fahrtzeiten und die Verhandlungen mit Busunternehmen werden von dem Team übrigens ehrenamtlich erledigt.

„Es sind einfach die Leidenschaft und der Spaß an der Arbeit“

„Es sind einfach die Leidenschaft und der Spaß an der Arbeit“, nennt Hirsch seine Motivation. Er gab auch Einblick in die Kosten des Jugendshuttlebusses: Der Beitrag der Fahrgäste machte 18.200 Euro aus, die Veranstalter steuerten 7.460 Euro bei.

Aus einem Sponsoring erhielt man 3.600 Euro, das Land NÖ schoss 29.000 Euro zu und die einzelnen teilnehmenden Gemeinden berappten die Summe von 35.000 Euro. Bei Vandalismusschäden an Bussen werde es ab sofort ernste Konsequenzen geben, kündigt Hirsch an. Sogar die Sperre der betroffenen Linie ist möglich.

Stellvertretend für viele Gemeinden lobte Ernstbrunns Bürgermeister Horst Gangl das Projekt: „Mit geringen Beiträgen aus den Gemeinden können wir unsere Jugendlichen sicher ans Ziel von regionalen Veranstaltungen und wieder nach Hause befördern lassen – ohne jeglichen weiteren Aufwand“, lobt er das Projekt.