Neues Herz für den Ort. Es ist nicht mehr lange hin, dann kann die Umsetzung starten: Der Ortskern wird komplett erneuert, er soll mit einem modernen Konzept zu einem Lebensraum werden.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 09. Dezember 2017 (03:54)
Gemeinde
So soll er ausschauen, der neue Hauptplatz. Die Bauarbeiten werden 2018 beginnen.

Seit Jahren wurde über eine Neugestaltung des Hauptplatzes gesprochen, nun wird das „heiße Eisen“ tatsächlich angepackt: 2018 soll der erste Bauabschnitt starten. „Wir beginnen auf Höhe des Roten Kreuzes“, so VP-Bürgermeister Horst Gangl.

Der Umsetzung ist ein langer Prozess vorausgegangen: Die Gemeinde gab den Bürgern die Möglichkeit, sich einzubringen, 225 Eingaben flatterten ins Gemeindeamt. „Darunter waren viele gute Ideen. Wir haben möglichst viele davon aufgegriffen, nach der Prämisse: Ist es notwendig? Ist es finanzierbar?“, schildert Gangl. Dabei hatte man ein klares Ziel vor Augen: Der neue Hauptplatz soll ein Lebensraum für die Bewohner und die Besucher der Gemeinde werden.

Herz des Projekts ist die Begegnungszone, von der aus Kirche, Amt, Gastronomie, Nahversorger und Ärzte zu erreichen sind. „Alle Gemeindegebäude werden barrierefrei zugänglich sein“, kündigt Gangl an. Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer teilen sich die Begegnungszone, die mit einer individuellen Pflasterung markiert ist. „Damit wollen wir Beruhigung in den Ortskern bringen“, macht Gangl klar.

Damals gab es viel mehr Bäume auf dem Platz, es war ein richtiger Lebensraum. So soll es auch in Zukunft wieder sein.Gangl

Ein großer Einschnitt wird entlang den Parkanlagen passieren: Sämtliche Bäume werden gefällt, nur die altehrwürdige Kaisereiche vor dem Rathaus bleibt erhalten. Stattdessen werden neue Bäume gepflanzt. „Den Hauptplatz gibt es seit 1893. Damals gab es viel mehr Bäume auf dem Platz, es war ein richtiger Lebensraum. So soll es auch in Zukunft wieder sein; daher pflanzen wir mehr Bäume, als wir aktuell haben“, so Gangl.

Um zum Verweilen einzuladen, wird der neue Hauptplatz in Zonen eingeteilt: Es wird eine Marktzeile geben, auch die Jugend soll einen eigenen Platz mit WLAN-Möglichkeit erhalten. Für Busse wird ein Terminal installiert. Ein durchgehender Radweg vom Rot-Kreuz-Gebäude bis zur Veranstaltungshalle soll neue Möglichkeiten bieten. In den Parkanlagen kann man sich entspannen. Wer Infos zur Region sucht, ist mit dem Infoterminal gut beraten.

Gangl will das großrahmige Projekt in sechs Bauabschnitten umsetzen. „Das ist das Minimum“, ist er sich bewusst. Sein Ziel ist es, im Rahmen seiner Amtszeit alle Vorhaben umzusetzen. Die größten Herausforderungen stellen Einbauten wie Kanal, Strom und Wasser dar. „Der Gesamtbetrag wird bei 6,7 Millionen liegen, die Einlagen kosten mehr als die Hälfte.“