Eine „Institution“ schließt die Pforten. Das geschichtsträchtige Gasthaus Eder öffnete am 30. Juni zum letzten Mal.

Von Kathrin Resinger. Erstellt am 09. Juli 2014 (07:01)
NOEN, Resinger
Seniorchefin „Reserl“ Eder und Wirt Heinrich Eder. Foto: Resinger
Mit dem letzten Tag im Juni war die Sperrstunde bei Eder angesagt. Viele Stammgäste und andere Besucher kamen noch ein letztes Mal in „ihr“ Gasthaus. Auch Bürgermeister Ruthner und sein Vize Anzböck sowie Pfarrer Guganeder und viele Gemeinderäte nahmen am Abschied teil.

1925 übernahm die Familie die Landwirtschaft

Bis ins Jahr 1668 kann man die Besitzer des ehemaligen passauischen Gasthauses nachweisen. Als die Familie Eder 1925 das Gasthaus samt der Landwirtschaft übernahm, stockte sie das Gebäude auf.

Im Gebäude zeigt sich die Vergangenheit. In den letzten Jahrzehnten wurde auch in den Gasträumen kaum etwas verändert. Die Wandvertäfelung, die Schank, die Preistafel sowie das Foto mit Besuchern aus dem Jahr 1933 erinnerten an alte Zeiten. Ein uralter Ofen mit besonders langem Ofenrohr heizte bis vor wenigen Jahren die Gaststube, und bis zum Schluss gab es rauschende Feste und heiße Diskussionen.

Über 62 Jahre die Gäste versorgt

Auch die Seniorchefin Reserl Eder setzte sich hin und wieder gern auf ein Plauscherl zu den Gästen. Auch für sie wird sich mit dem Schließung des Gasthauses einiges ändern. Über 62 Jahre stand sie in der Gaststube und versorgte ihre Gäste mit Speis und Trank.

Mit Blasmusik und einem Zug der Feuerwehr und der Puch-Freunde, die im Gasthaus einen eigenen Stehtisch hatten, nahmen die Bewohner wehmütig vom Gasthaus „Zum goldenen Adler“ Abschied. Heinrich Eder tritt die Pension an, und damit geht für Hausleiten eine Ära zu Ende.