Ortschef zur Beleuchtung: „Kirche wird keine Disco“. Die Hausleitener Kirche soll in neuem Licht erstrahlen, doch VP-Bürgermeister Anzböck gibt Entwarnung.

Von Bernhard U. Wieser. Erstellt am 28. März 2019 (05:17)
Bernhard Wieser
Im Gemeinderat entbrannte eine Diskussion über das Vorhaben, die Kirche in Hausleiten in verschiedenen Farben bestrahlen zu lassen. Foto: Wieser

In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde über eine Anschaffung von Kirchenbeleuchtungskörper für die Kirche Hausleiten abgestimmt.

Einleitend informierte Bürgermeister Josef Anzböck (ÖVP), dass die aktuelle Beleuchtung aus dem Jahre 1988 stammt und damit in die Jahre gekommen sei. Eine Umrüstung sei dringend nötig, betonte er vehement. Die neue Beleuchtung soll zeitgemäß sein und die Kirche bei Bedarf in unterschiedlichen Farben erstrahlen lassen.

Zwei Angebote wurden dafür eingeholt; nach Nachverhandlungen würde die EVN 21.000 Euro verlangen, eine Wiener Firma war mit 25.000 Euro wesentlich teurer. Die Kosten teilen sich die Gemeinde, der Club Hausleiten und die Pfarre auf, 10.000 Euro würden damit auf Hausleiten entfallen.

Über das Vorhaben herrschte bei einigen Oppositionsvertretern Unverständnis, wie etwa bei Karl Eder (Bürgerliste), der nicht verstehen wollte, wieso die aktuelle Beleuchtung nicht zeitgemäß sein soll.

Anzböck denkt an „liturgische Farben“

Auch Eders Fraktionskollegin Jutta Tamm hakte beim Ortschef nach, sie wollte wissen, wieso die Kirche bunt angestrahlt werden soll. Anzböck gab Entwarnung: „Die Kirche wird keine Disco werden, keine Angst. Es wird nicht zu Lichtwechsel alle zwei Minuten kommen. Viel mehr können dann liturgische Farben eingesetzt werden, die dann zum Anlass passen.“

SP-Mandatar Leopold Gebetsberger konnte nicht verstehen, wieso sich die Gemeinde überhaupt finanziell beteiligen muss. Der Ortschef beteuerte: „Wir sollten auf unsere Kultur achten, unsere Kirche ist ja unser Wahrzeichen. Und nach 1988 ist im Jahr 2019 eine Erneuerung angebracht.“

Anzböcks Überzeugungsversuche blieben teilweise erfolglos, bei der Abstimmung votierten sieben Mandatare von SPÖ und Bürgerliste gegen den Vorschlag. Dieser wurde aber dennoch mehrheitlich angenommen.