Bundeskanzler auf Großrußbach-Visite . Die Angelobung der türkis-grünen Koalition ist nicht einmal eine Woche her, und Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz wurde bereits feierlich in Großrußbach empfangen. Die Stippvisite führte ihn jedoch nicht zufällig in die Gemeinde, sondern war gleichermaßen ein Heimatbesuch, stammt doch sein Vater aus Wetzleinsdorf.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 16. Januar 2020 (04:40)
Kanzler Sebastian Kurz stattete seinem Cousin Josef Zimmermann einen Besuch ab.
Schmid

Der amtierende Großrußbacher Bürgermeister Josef Zimmermann und Sebastian Kurz sind Cousins. Rechtzeitig zur Gemeinderatswahl war Kurz angereist, um seinen Cousin im Wahlkampf zu unterstützen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Korneuburgs Stadtrat und Nationalratsabgeordnetem Andreas Minnich. „Man sieht, wo sein Herz schlägt“, leitete Minnich die Veranstaltung ein.

Auf die Bitte hin, seinem Cousin Tipps für den Wahlkampf zu geben, meinte Kurz, er könne dies nicht, da Großrußbachs ÖVP bei der Gemeinderatswahl 2015 mit 74,55% gewonnen habe und es die ÖVP bei der Nationalratswahl „lediglich“ auf 37,5% gebracht habe. Diese Aussage sorgte im wohlgefüllten Veranstaltungssaal für Gelächter.

Kurz erzählte über die turbulente Zeit nach dem Ibiza-Video, seiner Amtsenthebung und wie er trotz dieser schweren Zeit Unterstützung und Zuspruch von seiner Verwandtschaft aus Großrußbach erhalten habe. Dafür bedankte er sich herzlich, wofür er abermals Applaus erntete. Er käme gerne „zum Kraft tanken“ nach Großrußbach. Auch die harten Verhandlungen mit den Grünen waren Thema.

Zimmermann erzählte von zahlreichen Projekten, die in den letzten Jahren unter seine Führung umgesetzt wurden, und wie sich Großrußbach zu einer „jungen, aufstrebenden und modernen Gemeinde“ entwickelt habe. Abschließend wünschte Kurz Großrußbachs ÖVP und seinem Cousin: „Ich hoffe, es wird ein guter Wahlsonntag werden.“