Endlich wieder Baugründe in Großrußbach. Die jahrzehntelange Story der „Hobersdorfer-Gründe“ hat ein gutes Ende für die Marktgemeinde gefunden. Die Grundstücke wurden von der Gemeinde angekauft und werden als Bauplätze angeboten.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 24. Januar 2021 (04:50)
Josef und Karl Zimmermann zeigen die Hobersdorfer-Gründe an der Wetzleinsdorferstraße.
Christelli

Rund zehn Jahre beschäftigte sich ÖVP-Bürgermeister Josef Zimmermann damit, er hatte ein Auge auf die Grundstücke geworfen. Die sechs Erben des Areals waren in alle Himmelsrichtungen zerstreut – bis nach Schweden und Holland – und teils schon gestorben und hatten es weitervererbt. Daher waren Nachforschungen und Gespräche, Briefe und Telefonate nötig, bis alles unter Dach und Fach war. Viele Hindernisse wie Adressänderungen standen im Weg. Jetzt ist aber alles klar: Die Gemeinde hat die Gründe bekommen, sogar relativ günstig.

Zehn Bauplätze sollen nun an der Wetzleinsdorferstraße zum Kauf angeboten werden, es gibt schon viele Interessenten. Im Gemeinderat war man sich aber einig, dass diese Bauplätze für die heimische Bevölkerung reserviert sind. „Die Käufer müssen ihren Hauptwohnsitz in der Gemeinde Großrußbach haben, bei Paaren zumindest eine der beiden Personen, oder geplant haben, den Hauptwohnsitz nach Großrußbach zu verlegen. Außerdem ist die Fertigstellung eines Wohnhauses mit sieben Jahren befristet“, verkündete Bauausschuss-Obmann Karl Zimmermann (ÖVP) im Rahmen der Gemeinderatsitzung die Regeln für das Baugebiet. Die Mandatare waren einstimmig dafür, so wird auch Spekulanten und Immobilienmaklern ein Riegel vorgeschoben.

Das neue parzellierte Siedlungsgebiet hat zwar mehr Bauplätze, doch vorerst werden nur zehn vergeben. Das neue Siedlungsgebiet war notwendig, da viel Nachfrage herrscht und in den Orten der Großgemeinde etliche alte Häuser leer stehen, aber nicht veräußert werden. -jch-