Schüsse auf S3: War es Mordversuch?. Der Verdächtige (28) muss sich vor dem Landesgericht verantworten.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 10. Juli 2019 (02:57)
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Ein 28-Jähriger muss sich nun vor Gerichtverantworten: Er soll auf der S3 bei voller Fahrt auf einen anderen Lenker geschossenhaben.

Es sind Geschehnisse, die man sonst nur im Film vermuten würde: Am 27. Mai soll ein 28-jähriger Mann bei der Fahrt auf der Weinviertler Schnellstraße (S3) auf den Pkw eines 55-Jährigen geschossen haben. Die Staatsanwaltschaft Korneuburg ermittelte in dem Fall.

Nun steht fest: Der Mann wird sich für seine Tat vor Gericht verantworten müssen. „Es wurde wegen versuchten Mordes Anklage beim Landesgericht Korneuburg erhoben“, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Doris Demler. Zwischen den Fahrern soll es zu Provokationen gekommen sein, bis der 28-Jährige die Beherrschung verlor: Er soll bei hohem Tempo das Fenster der Beifahrerseite geöffnet und auf den Wagen des 55-Jährigen geschossen haben, der sich auf gleicher Höhe befand.

Das Projektil habe auf Kopfhöhe im Bereich der Seitenscheibe eingeschlagen, bestätigt die Staatsanwaltschaft. Der 55-Jährige, der aus dem Bezirk Hollabrunn stammt, blieb unverletzt.

 Verdächtiger in Untersuchungshaft

 Für die Polizei Stockerau war der Verdächtige dann leicht zu fassen: Der 55-Jährige meldete nach dem Schuss das Kennzeichen des 28-jährigen Kontrahenten. Über den Mann wurde daraufhin die Untersuchungshaft verhängt, er wurde in die Justizanstalt Korneuburg gebracht.

Hinzu kam, dass der Verdächtige die Pistole, Kaliber 3,5 Millimeter, illegal besessen hat und daher neben allen anderen Vorwürfen auch ein Vergehen nach dem Waffengesetz vorliegt. Die Waffe wurde sichergestellt, ein Sachverständiger half bei der Untersuchung.

Der Beschuldigte soll, so Gerüchte, aus dem Bezirk Korneuburg stammen und zuletzt in Wien einen Wohnsitz gehabt haben.