„Ich habe nachts ein ungutes Gefühl“. Stockerau / Die Anrainer rund um den Stadtpark klagen: Müll und Hundekot verderben die Anlage, nachts wird es vielen zu laut.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 27. Mai 2014 (08:32)
NOEN, Höberth
Eigentlich wäre der Stadtpark ein idyllisches Stückchen Grün. Doch Lärm und Müll verderben den Anrainern die Freude daran. Foto: Höberth
Gerade in der Nähe der Hauptstraße, wo sich der Verkehr Tag für Tag staut, ist der Stadtpark eine willkommene Abwechslung: Er bietet zahlreiche Bänke, einen Spielplatz und sogar einen Ententeich und ist damit eine grüne Lunge mitten im Stadtgebiet. Doch die Anrainer rund um den Park haben von der Anlage ein gänzlich anderes Bild: Lärm und Müll sind es, die ihnen die Freude an dem Grün rauben.

Anrainer-Sorge um Umwelt und Tiere

„Besonders stört mich, dass der Stadtpark mittlerweile zu einem Hundeklo geworden ist“, erzählt eine Anrainerin. Obwohl das „Sacki fürs Gacki“ nicht weit wäre, lassen viele Hundebesitzer den Kot ihrer Hunde achtlos liegen. „Vor allem nach einem Regen stinkt das fürchterlich“, ist eine andere Bewohnerin verärgert.

Doch auch ansonsten wird nicht sehr auf das Umfeld geachtet: „Mir fällt auf, dass immer Müll im Ententeich schwimmt. Vor allem viele Plastikflaschen treiben herum. Das finde ich einfach schade“, so eine Bewohnerin der angrenzenden Rögergasse, die sich auch um die Tiere sorgt.

„Kein Problem schaffen, wo keines ist“

Dass immer wieder Radfahrer den Park durchqueren, obwohl dies eigentlich nicht erlaubt ist, gehört zu den kleineren Problemen. Die Lärmbelästigung in den Nachtstunden hingegen sorgt für Ärger bei den umliegenden Bewohnern. „Gegen elf, zwölf Uhr sammeln sich die Jugendlichen und machen ordentlich Krach“, schildert man der NÖN. Eine Anrainerin meidet den Park in den Nachtstunden: „Da habe ich ein ungutes Gefühl“, gibt sie zu.

Der Stadtrat für Parks und Gartenanlagen Karl Kronberger (ÖVP) weiß um die Problematik. „Man sollte den Park wie den eigenen Garten behandeln. Aber wie soll man den Leuten das vermitteln?“, ist er machtlos.

Kronberger will das Thema zur Diskussion bringen. Bürgermeister Helmut Laab (SPÖ) hingegen wurden keine Beschwerden zugetragen: „Ich habe davon noch nichts gehört. Man sollte kein Problem schaffen, wo keines ist“, findet er.


Zitiert:

„Besonders stört mich, dass der Stadtpark mittlerweile zu einem Hundeklo geworden ist. Leute jeder sozialen Schicht lassen die Hinterlassenschaften ihrer Tiere achtlos liegen. Dabei gäbe es sogar einen Säckchenspender.“
Eine Anrainerin

„Das Problem ist schwer in den Griff zu kriegen. Man sollte den Park wie den eigenen Garten behandeln. Aber wie soll man den Leuten das vermitteln? Dennoch muss man das Thema zur Diskussion bringen.“
Stadtrat Karl Kronberger

„Der Lärm in der Nacht betrifft mich weniger. Aber mir fällt auf, dass immer Müll im Ententeich schwimmt. Das finde ich einfach schade.“
Eine Anrainerin