Auszeichnung! Erfolg für das Stockerauer Schulbuffet. Maria Ramgraber von „Mary’s Schulbuffet“ darf sich freuen: Sie erhielt für ihre Arbeit die Prädikate „Vitalküche“ und „Gesundheitsförderliches Schulbuffet“.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 05. Februar 2020 (04:58)
„Mary’s Schulbuffet“ ist jetzt auch „Vitalküche“: LandesratMartin Eichtinger,Direktorin Claudia Reinsperger, Buffetleiterin Maria Ramgraber und Alexandra Pernsteiner-Kappl von„Tut gut!“.
Klaus Ranger

Für Maria Ramgraber, die seit 2016 das Schulbuffet im Stockerauer Gymnasium leitet, bedeutet ihr Job weitaus mehr als die bloße Verköstigung der Schüler und Lehrer: Sie möchte mehr Bewusstsein für Ernährung vermitteln und ist dank vieler kreativer Ideen zu einem wichtigen Teil des Schulbetriebs geworden.

Den Geschmack der Schüler voll getroffen

Dass sie dabei auf dem richtigen Weg ist, bestätigt nun auch eine Auszeichnung der NÖ-Initiative „Tut gut!“: „Mary’s Schulbuffet“ wurde als „Vitalküche“ ausgezeichnet. „Eine Ernährungsberaterin hat uns dafür zwei Jahre lang begleitet, unser Angebot evaluiert und Verbesserungsvorschläge gemacht. Ein Schwerpunkt war dabei, fleischlose Gerichte anzubieten“, erzählt Ramgraber. Damit hat sie den Geschmack der Schüler voll getroffen; viele bevorzugen Gerichte ohne Fleisch, besonders beliebt sind dabei die Weckerl mit Mozzarella. „Salat, Paprika und Gurken sind ohnehin in jedem Weckerl drin“, so Ramgraber. Und auch bei den Getränken wird auf Softdrinks lieber verzichtet.

Neben dem Speisenangebot zählen auch die Aspekte Umwelt und Soziales zu den Qualitätskriterien, die eine „Vitalküche“ erfüllen muss: „Das Schulbuffet ist für die Schüler zu einem Treffpunkt geworden“, weiß Direktorin Claudia Reinsperger. Für „Tut gut!“ soll Essen ein gemeinschaftliches Erlebnis sein, und Ramgraber hat bereits einige Projekte auf die Beine gestellt, die dieses Ziel fördern. „Wir haben zum Beispiel einen Müslitag gemacht. Die Schüler haben alle Zutaten vorbereitet und durften sich dann selbst eine Schale nach ihrem Geschmack zusammenstellen“, erzählt Ramgraber.

Auch Lehrer sind eng eingebunden

Bei solchen Projekten sind auch die Lehrer eng eingebunden, ebenso wie die Schulärztin. Und auch für gewöhnliche Plastikflaschen wurde eine Alternative gefunden: „Ich verkaufe nur noch rePET-Flaschen und wir haben Sammelstationen aufgestellt.“ Doch nicht nur die Experten des Landes sind von Ramgrabers Arbeit überzeugt; auch SIPCAN, die Initiative für ein gesundes Leben, hat „Mary’s Schulbuffet“ mit dem Prädikat „Gesundheitsförderliches Schulbuffet“ versehen. „Die Grundlage dafür war eine unangekündigte Kontrolle eines Ernährungsberaters“, so Ramgraber.

Direktorin Reinsperger freut sich über den Erfolg des Schulbuffets: „Ich weiß, dass viele Schulen große Probleme mit ihren Buffets haben. Man kann Ramgrabers Engagement nicht genug schätzen“, ist sie dankbar. Und sie kann sich ihre Schule ohne „Mary’s Schulbuffet“ gar nicht mehr vorstellen. „Das Team ist so nett, die Schüler kommen gerne zum Plaudern vorbei. Das ist auch gut für die Seele der Kinder!“

Umfrage beendet

  • Ist euch bewusste Ernährung in der Schule wichtig?