Stockerau: Chance für Kreisverkehr? . Franz Penner weist einmal mehr auf bestehende Machbarkeitsstudie hin.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 29. Juli 2020 (04:03)
Den Knoten Ost mit seinen vielen Staus haben wohl schon viele Autofahrerverflucht. Ein Kreisverkehr könnte die Verkehrssituation deutlich verbessern, ist UnternehmerFranz Pennerüberzeugt.
Höberth

„Ich wende mich hiermit an die Bevölkerung von Stockerau, aber vor allem an alle neuen Zuzügler im Osten der Stadt, die täglich im Stau stehen“, so Franz Penner, der sich als Transportunternehmer, Immobilienvermieter und Wirtschaftskammer-Funktionär einen Namen gemacht hat.

Er bat die NÖN zum Gespräch, da ihm seit Jahren ein Thema auf der Seele brennt: die Verkehrssituation beim Autobahnknoten Ost.

Franz Penner: „Tulln ist uns ein Vorbild.“
privat

„Vor zwölf Jahren habe ich mir Gedanken über die Verkehrskonzepte der Stadt Stockerau gemacht und in Eigeninitiative eine Studie für einen möglichen Kreisverkehr in Auftrag gegeben“, erinnert der Unternehmer. Denn die Ampelanlage, die den Verkehr an diesem neuralgischen Punkt regelt, habe für ihn ausgedient: Jeden Tag gebe es lange Staus bis zur Hofer-Zentrale, manchmal sogar zurück bis auf die A22. Und durch die vielen Unternehmen im Betriebsgebiet, wo zuletzt auch das neue Lagerhaus eröffnet wurde, nehme auch der Querverkehr zu.

Obwohl diese Probleme auch schon vor zwölf Jahren bestanden, fanden Penners Pläne keine Zustimmung: „Nach Begutachtung und Stellungnahmen aller Behörden, einschließlich der Sachverständigen von Land und Stadtgemeinde, wurde mein Projekt als nicht zielführend für die damalige Verkehrssituation abgelehnt“, kann Penner bis heute nicht verstehen, warum diese Chance ausgeschlagen wurde. Die Konsequenz: Die Zufahrt zu Penners Fachmarktzentrum „Stop Shop“ wurde erneut mit einer Ampel geregelt, die den Unternehmer 450.000 Euro kostete.

„Alle europäischen Städte mit über 10.000 Einwohnern, vor allem in den Südländern, wurden bereits vor 30 Jahren mit Kreisverkehren statt Verkehrsampeln geregelt. Tulln war uns hier ein maßgeschneidertes Vorbild“, argumentiert Penner, der nun aber neue Hoffnung schöpft.

Denn nach dem Kreisverkehr bei der Wiesener Straße wird nun auch am sogenannten Wimmereck die Ampel durch einen solchen ersetzt. Und auch die viel gewünschte Nordspange ließe sich noch verwirklichen, ist er überzeugt. Die Auffahrt könnte neben dem Lagerhausmarkt liegen.

Gespräche mit der ÖVP-Stadtleitung gab es bereits, „aber die Mühlen mahlen langsam“, so Penner. Er will klarstellen: „Ich spreche nicht für die Verkehrssituation des Fachmarktzentrums. Ich habe eine genehmigte Ausfahrt auf die A22, welche ich jederzeit realisieren könnte, doch das ist nicht meine Vorstellung für alle Verkehrsteilnehmer, welche täglich diesen Knoten benutzen“, will er eine Gesamtlösung finden.

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