Bursa: „Weiß Stadt, wo sie bauen will?“. Grundstücksverkäufe im Gemeinderat beschlossen, eine Einladung regt Anrainer auf.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 30. September 2017 (05:00)
Sturm

Um 180 Euro pro Quadratmeter werden die restlichen vier Grundstücke am Ernst-Körner-Platz von der Stadtgemeinde veräußert. Das beschloss der Gemeinderat mit den Stimmen von SPÖ und FPÖ in seiner letzten Sitzung. Grüne und NEOS stimmten gegen den Antrag, die ÖVP enthielt sich der Stimme.

In dem Beschluss überträgt die Stadt den Käufern die Verantwortung für die Entsorgung allfälliger Materialien, falls solche beim Aushub gefunden werden sollten. Grüne-Gemeinderat Dietmar Pfeiler sprach in dem Zusammenhang von „einem erheblichen Risiko für die Käufer“.

Auch die Bürgerinitiative hätte es lieber gesehen, wenn die Grundstücksverkäufe auf die Oktober-Sitzung verschoben worden wäre. „Damit hätte den Käufern Zeit gegeben werden können, über den geplanten Erwerb in Ruhe nachzudenken“, argumentiert Claudia Bursa von der Bürgerinitiative BiST, die gegen die Verbauung der Grünfläche kämpft.

Stadtgemeinde informiert am 29. September

Indes ist in die Briefkästen der Anrainer eine Einladung für den 29. September geflattert. Um 18 Uhr informiert die Stadtgemeinde im Z2000 über das vorliegende Raum- und Funktionskonzept des Spielplatzes am Körner-Platz. In einem anschließenden Workshop können die Teilnehmer auch Ideen für die Ausgestaltung des Spielplatzes einbringen.

Bei der Einladung ist den Verantwortlichen aber ein Fauxpas passiert: Statt vom Ernst-Körner-Platz ist von der Spielplatz-Neugestaltung am Theodor-Körner-Platz die Rede. „Wir Anrainer des Ernst-Körner-Platzes sind nun verunsichert, ob wir zur richtigen Veranstaltung geladen werden“, ätzt Bursa. Schließlich gibt es in Stockerau noch die Theodor-Körner-Straße. „Weiß die SPÖ/FPÖ-Stadtregierung überhaupt, wo sie bauen will?“, fragt sich Bursa angesichts der Einladung.