Alleingänge sind sinnlos. Veronika Löwenstein über die Verkehrsentwick- lung im Wiener Umland.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 13. September 2017 (04:24)

Wie jede Millionenstadt kämpft auch Wien mit einem steigenden Verkehrsaufkommen. Sukzessive wird der Individualverkehr zurückgedrängt und der öffentliche Verkehr gefördert, um die Lebensqualität in den Städten aufrecht zu erhalten. Die Probleme schwappen damit aber in die wiennahen Gemeinden und Städte über. Die Ausdehnung der flächendeckenden Kurzparkzone und die Einführung des Parkpickerls hat unmittelbare Auswirkungen für die Pendler aus dem Bezirk Korneuburg, die bisher mit dem Auto unterwegs waren.

Die jahrzehntelange Forderung nach einer Park&Ride-Anlage in Strebersdorf blieb bisher unangetastet. Die Stadt Wien will nicht für die Pendler aus Niederösterreich zahlen. Genauso hat es sich bisher mit einer U-Bahn-Verlängerung verhalten, die für Niederösterreich nie Thema war, weil man fürchtete, zur Kasse gebeten zu werden. Verkehrskonzepte für das Wiener Umland müssen in Zukunft in Einklang mit den verkehrspolitischen Entwicklungen in der Bundeshauptstadt erfolgen. Sonst hinkt das Umland immer einen Schritt hinterher.