Bund zwischen Fans und Team. David Aichinger über die Atmosphäre beim Spitzenspiel in Krems.

Von David Aichinger. Erstellt am 16. September 2014 (07:23)
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Leobendorf, bam bam bam. Leobendorf, bam bam bam. Wenn man nicht genau gewusst hätte, dass man soeben die 62-Kilometer-Fahrt nach Krems auf sich genommen hatte, hätte man am Freitag glauben können, man sei noch im Weinviertel.

Die lange Sitzplatztribüne im engen Sepp-Doll-Stadion war fest in Leobendorfer Hand. Immer wieder wurden aus verschiedenen Bereichen Gesänge angestimmt, und alle machten mit. Auch wenn auf den Stehplätzen gegenüber ein Kern von Krems-Anhängern alles tat, um an glorreichere Zeiten zu erinnern: Das Fan-Duell ging an die Gäste.

Ähnliches konnte man auch über das Spiel am grünen Rasen behaupten. Leobendorf wirkte reifer, ein Sieg wäre nicht unverdient gewesen. Auch so war aber zu sehen, was die Anhänger aktuell begeistert. Eine geschlossene Mannschaft, mit starken Individualisten, die sich in eine klar vorgegebene Philosophie „einkaufen“.

Die Spieler mit persönlichem Bezug zu Verein und Gemeinde sind zwar weniger geworden, das ist auf diesem Niveau aber nicht unüblich. Wichtig ist, dass sich alle mit dem Klub identifizieren und immer alles geben. Leicht gesagt, aber vielerorts nicht umgesetzt. Bei Leobendorf war es am Freitag spürbar. Vermutlich der Hauptgrund, warum der Bund zwischen Fans und Team aktuell so stark ist.