Das Image der Öffis leidet. Veronika Löwenstein über das ÖBB-Chaos nach dem Zugunfall.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 10. Juli 2019 (03:26)

Die ÖBB machen einem den Umstieg auf die Bahn wirklich nicht leicht. Pendler meldeten sich vergangene Woche in den Korneuburger und Mistelbacher NÖN-Redaktionen und schilderten ihre verzweifelten Versuche, nach einem Zugunfall in Wien nach Hause zu kommen. Keiner der Betroffenen hat den ÖBB einen Vorwurf wegen des Unfalls gemacht. Doch der Umgang mit den Wartenden und die damit verbundene Informationspolitik wurden einhellig als katastrophal geschildert.

Widersprüchliche Durchsagen, genervte ÖBB-Mitarbeiter und eine überforderte Hotline vermittelten den Eindruck, dass ein Notfallplan gänzlich fehlt. Resultat ist, dass ein Beschwerdeführer überlegt, wieder aufs Auto umzusteigen, der andere, in Wien-Nähe zu übersiedeln.

Unfälle können und werden immer passieren. Dafür haben die Fahrgäste auch Verständnis. Dass man die Passagiere aber im Fall der Fälle hilflos im Kreis schickt und dumm sterben lässt, verleidet einem das Fahren mit den Öffis gründlich.