Das ist der einzig richtige Weg. Über die Handballherren aus Korneuburg.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 22. Mai 2019 (02:22)

Standing Ovations trotz einer Niederlage – das gab es für die Korneuburger Handball-Bundesligaherren nach dem Halbfinal-Ausscheiden gegen Bärnbach/ Köflach. Warum? Weil die Saisonziele übertroffen wurden und der eingeschlagene Kor neuburger Weg vorbildlich ist.

Zwei Drittel der Mannschaft bestehen aus Korneuburgern, die teilweise schon in der Jugend zusammenspielten. Die nächsten Talente scharren schon in den Startlöchern. Auch wenn nicht jedes Jahr ein bis zwei neue bundesligataugliche Spieler aufrücken werden, ist die Zukunft auf Jahre hinaus gesichert. Das führt wiederum dazu, dass die Fans einen echten Bezug zu Kapitän Julian Schafler und Co. haben. Die Ränge der Franz-Guggenberger-Sporthalle sind regelmäßig gut gefüllt – kein Wunder, wenn die eigenen Freunde oder Familie spielen.

Ganz zu schweigen davon, dass die finanzielle Belastung anderer Vereine, die auf mehr Legionäre oder fremde Leistungsträger setzen müssen, wegfällt. Das macht Lust auf mehr. Trotzdem ist die HLA derzeit kein Thema für die Vereins- verantwort lichen, zu groß wäre der Sprung von der zweithöchsten in die höchste Liga. Lieber erfolgreich und finanziell gesund in der Bundesliga, als sich eine Spielklasse höher zu übernehmen – auch dieser Realismus zeichnet Korneu burg aus.