Das Machbare und Mögliche. Veronika Löwenstein über das nicht unumstrittene Werft-Siegerprojekt.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 01. Februar 2017 (05:00)

Das Werft-Projekt, das im städtebaulichen Wettbewerb die Nase vorne hatte, ist nicht ganz so unumstritten, wie uns das die Stadtgemeinde glauben machen wollte.

Dass dem Projekt der Mut fehle und einfach das Thema Wohnen dominiere, hört man immer wieder in dem Diskurs. Die Bürgervertretung äußert die Sorge, dass die Werftinsel zum Wohnpark für Bürger mit einer großen Brieftasche verkommt. In den nächsten Wochen bis zur entscheidenden Gemeinderatssitzung bleibt der Politik Zeit, um diese Vorbehalte auszuräumen.

Auch der Frage, inwieweit die Firma Kuwopa Teil der Werft-Zukunft sein wird, muss sich die Stadt stellen. Bürgermeister Christian Gepp hat im NÖN-Gespräch deutliche Worte gefunden: Die Riesenhallen haben im künftigen Werftprojekt keinen Platz. Das muss die Stadt nun auch dem Unternehmer kommunizieren, der bis jetzt im Ungewissen gelassen wurde.

Nur klare Entscheidungen werden die Werft zukunftsfit machen. Die große Herausforderung dabei ist, den Spagat zwischen dem Machbaren und dem Möglichen zu schaffen.