Der Blick muss nach oben gehen. Über die Kaderpolitik des SV Gerasdorf.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 03. Februar 2021 (00:42)

Gerasdorf hat eine ruhmreiche Fußballgeschichte, die Mitte der 1990er in Zweitligajahren mündete. In den letzten Jahrzehnten war man zumindest immer ein Top-Team der Wiener Stadtliga. Seit knapp einem Jahr sieht man die Tabellenspitze aber nur mit dem Fernglas, negativer Höhepunkt war der vergangene Herbst. Mit mageren sechs Punkten aus elf Spielen liegt man nur deshalb nicht auf einem Abstiegsplatz, weil Post noch schlechter drauf war.

Daher war es zwingend nötig, auf dem Transfermarkt zuzuschlagen und die Qualität im Kader zu erhöhen, um möglichst schnell von unten wegzukommen. Das sollte mit den Neuen Heinicker, Mikulanec, Parmakovic und zuletzt Hochreiter leicht möglich sein. Oder anders formuliert: Mit diesen Verpflichtungen steht man wortwörtlich in der Pflicht.

Der Klassenerhalt sollte – wann auch immer es weitergeht – gar nicht mal das Thema sein, sondern der Blick gleich weiter nach oben gehen. Schon in Hinblick auf die nächste Saison. Dann sollten die Gerasdorfer wieder dort zu finden sein, wo sie meistens waren: nämlich im oberen Drittel.