Erstellt am 01. März 2017, 03:00

von Veronika Löwenstein

Die Schatten der Vergangenheit. Veronika Löwenstein über die Wahl des neuen SPÖ-Bezirkschefs.

Nach außen argumentiert die Bezirks-SPÖ die Kampfabstimmung zwischen dem Korneuburger Stadtrat Martin Peterl und dem Gerasdorfer Bürgermeister Alexander Vojta pragmatisch:

Man sei froh, gleich zwei mögliche Kandidaten gefunden zu haben. Der Zweckoptimismus ist mit Blick auf die Landespartei angebracht: Die SPÖ Niederösterreich sucht noch immer nach einem Kandidaten, der 2018 gegen Johanna Mikl-Leitner antritt. Zumindest Personalproblem hat die Bezirks-SPÖ keines.

Der neue Bezirkschef muss jetzt aber die internen Gräben zuschütten, die im Vorfeld der Wahl aufgerissen wurden. Schwere Geschütze wurden aufgefahren, um Martin Peterl zu verhindern. Das zeigt auch das knappe Ergebnis: Mit 58 Prozent wurde er zum Bezirksvorsitzenden gewählt. Peterl polarisiert nicht nur als Person, sondern hat auch einen Rucksack mit schwerem Erbe im Gepäck.

Seine große Herausforderung wird es sein, die Schatten der Vergangenheit abzustreifen, damit bei der nächsten Wahl wirklich nur über die Person Martin Peterl und seine Leistungen geurteilt werden kann.