Eine Frage des Marktes. Über die Kritik am Fachmarktzentrum in Stockerau.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 09. Januar 2020 (05:00)

Kaum hat die NÖN berichtet, dass am Areal des ehemaligen Getränkelagers in Stockerau ein neues Fachmarktzentrum entsteht, ging der Shitstorm in den sozialen Medien los. Statt Billig-Geschäften wie Action Markt, KiK und TEDi, die sich dort ansiedeln werden, wünscht man sich einen Elektrohändler wie Media Markt oder Saturn.

Nur, so funktioniert der Markt eben nicht, da sind auch der Stadtgemeinde die Hände gebunden. Zumal die Ansiedelung eines großen Elektromarktes heute ungleich unwahrscheinlicher ist als noch vor einigen Jahren, da der Elektrobereich im Online-Handel hinter Bekleidung und Textilien bereits Platz zwei in Österreich einnimmt.

Tatsache ist, dass die Discounter im stationären Handel einen Boom erleben. Die „Geiz ist geil“-Mentalität zu bedienen, funktioniert offenbar. Auch wenn sich viele Stockerauer andere Geschäfte gewünscht hätten, in erster Linie sollte man froh sein, dass ein echter Schandfleck der Stadt bald der Vergangenheit angehört.