Es zählt das Endergebnis. Veronika Löwenstein über den Abriss des Gasthauses Gruber.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 13. Februar 2019 (05:46)

Die Aufregungsmaschinerie Facebook hat wieder zugeschlagen. Grund war der Teilabriss des ehemaligen Gasthauses Gruber in Stockerau, in dem viele den Untergang des Kleinstadtcharakters witterten. Bis zu elf Wohnungen sollen entstehen, die Wirtshausräumlichkeiten sollen verpachtet werden. Was wäre die Alternative gewesen? Tatsache ist, dass ein privater Verkäufer das Gebäude an einen privaten Käufer verkauft hat. Der frühere SP-Bürgermeister Helmut Laab ist mit dem Ansinnen, das Gebäude zu kaufen, gescheitert.

Die Grünen hatten eine Aufsichtsbeschwerde eingebracht, aber auch alle anderen Parteien waren angesichts der finanziellen Lage der Stadt und des Risikos eines Gastronomiebetriebs gegen den Kauf. Laab hatte es damals verabsäumt, das Gespräch mit den anderen Parteien zu suchen und ein Konzept vorzulegen. Jetzt geht das Gebäude den Weg des größten wirtschaftlichen Nutzens. Das muss am Ende nicht immer schlecht sein. Was zählt, ist das Endergebnis.