Homeoffice als Zerreißprobe. Über die digitale Kluft zwischen Stadt und Land.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 24. Juni 2020 (01:48)

Die Kluft zwischen urbanem und ländlichem Raum ist maßgeblich für unseren Bezirk. Vor allem, wenn es um den öffentlichen Verkehr geht, ist die Unterversorgung des nördlichen Bezirksteils immer wieder Thema.

Die Coronakrise, die viele in das Homeoffice gezwungen hat, hat ein weiteres Missverhältnis offenbart: Im ländlichen Bereich – wie beispielsweise in der Großgemeinde Großmugl – fehlt eine flächendeckende digitale Infrastruktur. Zur Erinnerung: Das Stadt-Land-Gefälle hat die Politik schon bei den letzten bundesweiten Wahlen beschäftigt, aus deren Ergebnis sich eine zunehmende Unzufriedenheit der ländlichen Bevölkerung mit den bestehenden Verhältnissen ablesen ließ.

Dass Ortschaften wie Ringendorf im Jahr 2020 nicht einmal ein funktionierendes Handynetz haben, darf es nicht geben. Da ist die Politik gefordert, Geld in die Hand zu nehmen und rasch die Rahmenbedingungen zu schaffen, sodass Homeoffice auch im ländlichen Raum nicht zur Zerreißprobe wird.